Marko Pesic über die Zukunft

"Wir tun, was das Beste ist..."

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Marko (l.) und Svetislav Pesic

München - Am Mittwoch luden die Bayern-Basketballer ihre Fans zum Saisonabschluss in den Audi Dome ein. Marko Pesic sprach über die Zukunft.

Die Enttäuschung ließ sich am Mittwoch nicht komplett weglächeln. Als sich die FCB-Basketballer am Abend mit einer Abschlussfeier im Audi Dome von ihren Fans – rund 300 waren gekommen – verabschiedeten, wirkten die Eindrücke und verpassten Ziele der vergangenen Saison sichtlich nach. Dabei spielte nicht nur eine Rolle, dass die Bayern keinen einzigen Titel holten, sondern auch, wie man sich im letzten Spiel der Finalserie am Sonntag gegen Bamberg präsentiert hatte (65:96). „Ich brauchte erst einmal etwas Zeit“, sagte ­Geschäftsführer Marko Pesic. „So etwas mache ich als Erstes mit mir selber aus. Es ist wichtig, dass sich nun alle Beteiligten selbst hinterfragen.“ Nur so könne man aus dem Geschehenen lernen, so Pesic ­junior.

Es gibt so einiges aufzuarbeiten in den kommenden Tagen und Wochen. Denn die Gründe für das Playoff-Aus der Münchner sind vielseitig: Wieder einmal plagten die Bayern während der Saison große Verletzungssorgen, es fehlte an Konstanz in der Leistung – das sind die Dinge, die alle Beteiligten immer wieder nannten. Außerdem dürfe man „nicht vergessen, dass es nicht allein auf uns ankommt, sondern auch auf die anderen Mannschaften“, wiederholte Trainer Svetislav Pesic am Mittwoch ein weiteres Mal und fügte an: „Bamberg war in dieser Saison einfach besser.“

Und genau das soll sich in der anstehenden Spielzeit ändern. „Ich gebe keine Titel als Ziel vor“, so Marko Pesic. „Mein Ziel ist es, in der kommenden Saison den besten Kader der vergangenen fünf Jahre zusammenzustellen.“ Wer diesen Kader aber dann trainiert, ist noch nicht abschließend geklärt. Am Sonntag hatte Trainer Pesic bereits vor der Entscheidungspartie erklärt, von seinem Rücktritt zurücktreten so wollen. Zu 99 Prozent bleibe er Trainer des FC Bayern Basketball. Diese Aussage bekräftigte Pesic auch am Mittwoch noch einmal. Sein Sohn Marko sagte zum Thema: „Wir werden das tun, was für den Verein und die Mannschaft das Beste ist.“ Was genau das Beste ist, würden die internen Analysen der kommenden Wochen zeigen. „Der Trainer hat einen Vertrag und wir werden einen Konsens finden. Ich werde jedenfalls niemanden entlassen“, so Pesic junior.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe sowieso erst einmal die Mannschaft selbst. „Wir werden in den nächsten Tagen mit allen Spielern Einzelgespräche führen“, so Marko Pesic. Dann werde man weitersehen. Gut möglich, dass ein großer Umbruch stattfinden wird. Nur John Bryant, Paul Zipser, Maxi Kleber, Alex Renfroe und Bryce Taylor haben einen Vertrag für die kommende Saison. „Meiner Meinung nach kommt es darauf an, eine Mannschaft nur punktuell zu verändern, wenn sie erfolgreich war“, so Marko Pesic. Was das im Umkehrschluss für die Bayern bedeuten könnte, ist also relativ klar. Trotzdem dürfe man eines nicht vergessen, erinnert Coach Pesic: „Der Erfolg kann nicht nur an gewonnenen Titeln gemessen werden. Er betrifft das Gesamtpaket, das unter anderem aus der Entwicklung des Vereins und der Nachwuchsarbeit besteht. Wir werden das Gesamtpaket analysieren.“ Und dafür wollen sich die Bayern – Stand jetzt – Zeit nehmen. „Ich rechne mit keinen Entscheidungen vor dem 1. Juli“, so Pesic senior. Auf die Verantwortlichen wartet ein arbeitsreicher Sommer. 

Lena Meyer

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