Bamberg holt den Matchball

Bayern verlieren auch das zweite Halbfinale!

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Paul Zipser

München - Das ist bitter. Trotz eines harten Kampfes verlieren die Bayern auch das zweite Halbfinale.

Pep Guardiola, Holger Badstuber, Uli Hoeneß, FCB-Präsident Karl Hopfner und Vize Rudolf Schels – sie alle waren in den Audi Dome gekommen, um die FCB-Baskets beim wichtigen zweiten Halbfinale gegen Bamberg anzufeuern. Nach der 73:88-Niederlage im ersten Duell war ein Sieg am Mittwoch eigentlich Pflicht, um dem amtierenden Meister nicht vorzeitig einen Matchball zuzuspielen. Die prominente Unterstützung – auch Ex-Bayer Chevon Troutman sowie Ehrenpräsident Bernd Rauch waren vor Ort – half allerdings nicht: Die Münchner, die noch immer auf Dusko Savanovic (Finger) und Deon Thompson (Wade) verzichten mussten, verloren mit 76:90 (43:34). Damit steht es in der Best-of-five-Serie 0:2. Spiel drei am Sonntag um 19.30 Uhr wird zur Do-or-die-Situation für die Münchner.

Die Bayern starteten stark in die Partie. Paul Zipser (insgesamt 14 Punkte) sorgte für die ersten Punkte der Partie, Alex Renfroe legte nach. Bamberg hatte dagegen so seine Probleme. Zwei Minuten waren vergangen, ehe Janis Strelnieks aus der Distanz zuschlug (4:3). Die Gäste wirkten weiter ungewohnt unsicher. So landete ein Pass beispielsweise weit in den Zuschauerrängen.

Im Laufe des ersten Viertels fand der Meister allerdings etwas mehr zu seinem Spiel. Beide Teams verteidigten hart, sodass sich zunächst offensiv eher weniger tat. Dann zündete Paul Zipser den Turbo und brachte sein Team zumindest vier Pünktchen in Führung. Ein Vorsprung, den die Bayern bis zum Ende des ersten Viertels beibehalten konnten (18:14).

Im zweiten Abschnitt gelang es Renfroe und seinen Kollegen dann sogar, den Vorsprung weiter auszubauen (25:18). Die Franken wackelten weiterhin. Das war auf jeden Fall nicht die Bamberger Mannschaft, die am Sonntag gespielt hatte. Die Gäste wirkten etwas schwerfällig, während die deutlich frischeren Münchner mehr und mehr an Selbstbewusstsein gewannen. Besonders Youngster Zipser blieb weiter stark! In der ersten Halbzeit sorgte er für 13 Punkte. Die neuen Kräfteverhältnisse spiegelten sich nicht nur im Halbzeitstand von 43:34 wider, sondern auch in den Wurfquoten: Die Pesic-Schützlinge trafen zu diesem Zeitpunkt 71 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld, Bamberg lediglich 38...

Doch die Franken gaben noch lange nicht auf. Zwei Minuten vor Schluss des dritten Viertels waren die Gäste wieder auf drei Punkte dran (56:59). Die Hausherren wehrten sich, aber Bamberg blieb ihnen auf den Fersen. Langsam forderte die kleine Rotation der Bayern ihren Tribut. Die Kräfte der Pesic-Schützlinge schwanden augenscheinlich (62:60).

Anfang des Schlussabschnitts gingen die Gäste wieder in Führung (64:62). Jetzt wurde es richtig schwer. Bayern kämpfte, doch der Meister war in Fahrt. Jetzt wurde der im Vergleich deutlich tiefere Kader der Franken ausschlaggebend (63:70 aus FCB-Sicht). Die Partie wurde immer physischer. Gut drei Minuten vor Schluss bekam Anton Gavel gleich zwei persönliche Fouls hintereinander – umstritten aus der Sicht vieler im Audi Dome. In der Halle ertönte ein Pfeifkonzert – die Bamberger versenkten die Freiwürfe trotzdem (70:81 aus FCB-Sicht). Die Sache war gelaufen, das Pesic-Team konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Jetzt wird es am Sonntag richtig ernst...

Lena Meyer

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