Sport-Bürgermeisterin erklärt das Hallenprojekt

München - Mitte April soll eine Entscheidung fallen, ob im Olympiapark eine neue Multifunktionshalle gebaut wird. Das tz-Interview mit Sportbürgermeisterin Christine Strobl (SPD):

Die Basketballer des FC Bayern und der EHC hoffen sehr darauf. Doch wie steht die Politik zum Vorhaben, die das Projekt finanziert? Das tz-Interview mit Sportbürgermeisterin Christine Strobl (SPD).

Die wichtigste Frage zum Einstieg: Ist überhaupt Geld im Säckl? 80 Millionen Euro müsste die Stadt wohl in die Hand nehmen.

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Neue Halle für FCB und EHC: Die Pläne

Strobl: Wir haben immer wieder Investitionen im Sportbereich, das wäre aber schon ein riesiger Brocken. Das Ganze geht erst in den Aufsichtsrat und dann in den Stadtrat. Wir werden das auf alle Fälle ausführlich diskutieren. Ich habe bisher keine vehementen Gegenstimmen vernommen. Ich will nichts vorwegnehmen, aber aus meiner Sicht ist für eine Halle in der angedachten Größenordnung Bedarf da. Den Bedarf gibt es schon länger, allerdings kam – ich sage mal – die Olympia-Bewerbung dazwischen. Für die Winterspiele hätten wir sogar zwei Hallen gebraucht.

Die Bewerbung scheiterte...

Strobl: Deswegen haben wir erst die Entwicklungen abgewartet. Wir haben mit Eishockey und Basketball wieder zwei Erstligavereine neben dem Fußball da, vielleicht kommt mal ein dritter dazu. Und darüberhinaus würden gegebenenfalls in einer Multifunktionshalle auch Konzerte und andere Veranstaltungen ihren Platz finden können.

Wieso wird die Halle eigentlich im Olympiapark gebaut und nicht draußen in Fröttmanning?

Strobl: Wir haben dort den Platz, die Anbindung und die Parkmöglichkeiten, die man für so eine Sporthalle braucht. Außerdem wollen wir den Park erhalten und investieren deswegen dort Geld in die Sanierung und für einen möglichen Neubau. Der Olympiapark ist ein schönes, gut besuchtes Naherholungsgebiet. Ich gehe dort gerne spazieren.

Wird die neue Halle, wenn sie mal kommt, den Namen der verdienten Sportbürgermeisterin Strobl tragen?

Strobl: (lacht) Eher nicht. Außerdem beschließe ich die Halle nicht alleine, dafür ist der Stadtrat zuständig. Es findet sich sicher ein Namensgeber. In heutigen Zeiten muss man auch auf das Sponsoring achten. Der FC Bayern ist hier mit dem Audi Dome ein gutes Beispiel. Und soviel könnte ich gar nicht zahlen.

Interview: Martin Wimösterer

Rubriklistenbild: © Getty

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