Sport1-Experte im tz-Interview

Roller: "Jetzt sind die Spieler gefordert"

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Bayerns Yassin Idbihi zeigt vollen Einsatz.

München - Am Mittwoch stehen in den BBL-Halbfinals (best of five) die zweiten Partien an. Nach den Auftaktsiegen müssen die Bayern in Oldenburg ran, die Berliner im Artland.

Die tz sprach mit Sport1-Experte Pascal Roller (122 Länderspiele, 2004 Meister mit Frankfurt, und am Mittwoch in Oldenburg vor Ort) über das, worauf es in den Playoffs ankommt.

Herr Roller, die Bayern schlugen Oldenburg klar, Berlin hatte viel Mühe mit den Dragons – was dürfen wir uns von den Spielen am Mittwoch erwarten?

Pascal Roller: Von Oldenburg muss eine Reaktion kommen, sie müssen aus der Serie erst einmal eine Serie machen. Artland hat das Spiel in Berlin super-spannend gestaltet. Da hat man gesehen, dass die Dragons einen tollen game-plan hatten.

Oldenburg wiederum setzt auf den Heimvorteil – zurecht?

Pascal Roller: Ich denke schon, dass sie das Spiel gewinnen können. Aber dazu muss die ganze Mannschaft einen Schritt nach vorne machen und ihr Potenzial abrufen. Sie haben offensiv viele Möglichkeiten, aber sie müssen sie auch zeigen.

Viele sagen ja, dass in den Playoff-Serien die Coaches besonders gefordert sind. Worin liegt ihre Hauptaufgabe?

Pascal Roller: Ich würde sogar eher sagen, dass in den Playoffs die Spieler mehr gefordert sind. Spätestens ab Spiel drei in einer Serie gibt’s auch nicht mehr viel zu sagen. Da müssen die Spieler ihre individuelle Klasse zeigen. Aber klar: Die Coaches müssen ihre Teams gut führen können.

Mit welchem Typ als Coach wäre denn der Spieler Pascal Roller am besten zurechtgekommen?

Pascal Roller: Ich glaube schon, dass ich als Spieler sehr coachable war, aber natürlich habe ich Trainer gebraucht, die mich unterstützt haben. Nehmen wir zum Beispiel Alba-Coach Sasa Obradovic. Der ist mit Sicherheit von seiner Art her eher aggressiv, aber auch er versteht es, seinem Team genug Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Was mir übrigens aufgefallen ist: Im Halbfinale stehen vier Teams, die sich gut zu verstehen scheinen. Und das ist ja eine der Grundtugenden in einem Mannschaftssport.

Sie engagieren sich sehr für das Basketball-Projekt in Hamburg. Wie ist da der Stand?

Pascal Roller: Wir sind sehr optimistisch und hoffen, dass wir die Spielgenehmigung für die ProA bekommen. Das könnte in den nächsten Wochen der Fall sein.

Interview: Bernd Brudermanns

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