FCB-Baskets ziehen in Bamberg den Kürzeren

Bayern verlieren das erste Halbfinale

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Svetislav Pesic

Bamberg - Das war ein Sonntag, den die Bayern-Basketballer am besten ganz schnell vergessen! Im ersten Halbfinal-Duell bei Meister Bamberg verloren die FCB-Baskets deutlich.

Wenn man auswärts vor 6800 Zuschauern auf Meister Bamberg trifft, sollten die Voraussetzungen gut sein: Eine ausgeruhte Mannschaft, keine Verletzungssorgen und mentale Stärke sind wichtig, um eine realistische Chance zu haben. FCB-Coach Svetislav Pesic musste am Sonntag auf all diese Punkte verzichten. Und so war die Überraschung über die deutliche 73:88 (32:42)-Niederlage seiner Schützlinge im ersten Halbfinal-Duell der Best-of-five-Serie gegen Bamberg nicht sonderlich groß.

Während die Gastgeber bereits seit einer Woche qualifiziert waren, hatten die FCB-Baskets lediglich 48 Stunden für Regenration und Vorbereitung. Hinzu kamen wieder große Personalsorgen: Deon Thompson (Wade) und Dusko Savanovic (Finger) konnten ihr Team auch am Sonntag nicht unterstützen. Anton Gavel (Knie) und Alex Renfroe (Ferse) spielten wie schon am Donnerstag angeschlagen.

Obwohl FCB-Topscorer John Bryant (17 Punkte, 7 Rebounds) und seine Kollegen ihr Möglichstes gaben, um dies zu kompensieren, hatten sie am Ende keine Chance. „Wir hatten letztlich nicht mehr genug Kraft, unsere Systeme durchzuführen, uns fehlte dann in der Offensive die Frische“, meinte Trainer Svetislav Pesic.

Das Team von Andrea Trinchieri startete stark und konnte sich absetzen. Die Münchner wirkten müde und taten sich schwer, Antworten auf die Offensive der Hausherren zu finden (14:23). Erst im zweiten Viertel fanden die Pesic-Schützlinge mehr zu ihrem Rhythmus. Der Coach stellte auf Zonenverteidigung um, Bryant & Co. hatten ihre Gastgeber besser im Griff. Zwischenzeitlich waren die Roten bis auf fünf Punkte dran (27:32). Die Gastgeber ließen sich allerdings nur kurzzeitig verunsichern. Ende der ersten Halbzeit hatten sich die Bamberger wieder einen komfortablen Vorsprung erspielt (32:42 aus Bayern-Sicht).

Die Münchner gaben trotzdem nicht auf. Als Bamberg schwächelte, nutzten die Bayern ihre Chance: Ein 11:0-Lauf für die Roten (47:51). Die Antwort folgte allerdings sofort. Das Trinchieri-Team revanchierte sich wenig später mit einem 9:0-Lauf (49:60). „Uns ist es gelungen, das Spiel schnell zu machen und hart zu verteidigen“, sagte Bambergs Daniel Theis bei telekombasketball.de. „Das ist der Weg, mit dem man gegen die Bayern gewinnen kann.“

Die Münchner kämpften verbissen, ließen sich aber zu ärgerlichen Ballverlusten hinreißen. Insgesamt waren es 14, und nur sechs bei den Hausherren. „Das ist zu viel“, meinte Zipser. „So kann man hier nicht gewinnen!“ Knapp vier Minuten vor Ende der Partie erhöhte Bamberg die Führung auf über 20 Punkte (82:59). Die Sache war gelaufen. Trotzdem bleiben die Münchner zuversichtlich. Zipser: „Wir wissen nun, was auf uns zukommt. Jetzt machen wir es erst einmal am Mittwoch besser und gleichen die Serie daheim aus.“ Dann sind die Voraussetzungen hoffentlich besser... 

Lena Meyer

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