Neu-Bayer Alex King über seinen Wechsel

"Eine Rückkehr zu den Wurzeln"

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Alex King im Trainingslager in Riva

Riva del Garda - Er ist einer der Neuzugänge des FC Bayern Basketball. Alex King wechselte von der Hauptstadt an die Isar. In der tz spricht er über seine Entscheidung.

Vertragsunterschrift, Medizincheck und dann ab ins Trainingslager. So sah die letzte Woche für Neu-Bayer Alex King (31) aus. Der gebürtige Bayer wechselte von der Hauptstadt an die Isar und bereitet sich derzeit mit der Mannschaft in Riva del Garda auf die neue Saison vor. In der tz spricht er über seine Entscheidung für den FC Bayern.

Herr King, für Sie ist der Wechsel zum FC Bayern Basketball eine Rückkehr.

King: Das stimmt. Ich bin ja in München aufgewachsen, habe früher in der Nachwuchsmannschaft beim FC Bayern gespielt. Und meine Eltern leben noch immer im Osten von München. Insofern ist es wirklich eine Rückkehr zu den alten Wurzeln.

Sie haben zuletzt drei Jahre bei ALBA Berlin gespielt. Ihr Wechsel zu den Bayern – also ausgerechnet einem der größten Ligakonkurrenten – hat bei vielen Fans für Unverständnis gesorgt. Wie gehen Sie damit um?

King: Klar, das Feedback war nicht bei allen positiv. Das liegt sicher daran, dass mittlerweile einige Spieler von Berlin nach München gewechselt sind. Aber es ist so: Ich war gerne ein Teil von ALBA Berlin. Wir haben meiner Meinung nach in den vergangenen Jahren einiges aufbauen können. In diesem Sommer gab es Veränderungen in der Vereinsführung, einen neuen Trainer und das Team wurde ebenfalls neu aufgestellt. Ich habe keinen neuen Vertrag angeboten bekommen und da ist klar, dass man sich als Spieler umschaut. Ich hatte einige Angebote und habe mich dann für den FC Bayern Basketball entschieden. Als deutscher Spieler hat man hier tolle Möglichkeiten, der Verein ist sehr professionell und München ist zudem meine Heimat. Ich denke, die meisten Fans in Berlin, können das nachvollziehen.

Was werden Sie an Berlin vermissen und worauf freuen Sie sich in München am meisten?

King: Was mir fehlen wird, sind die viele Möglichkeiten und Orte, die Berlin bietet. Dort ist einfach immer etwas los, man entdeckt auch noch nach Jahren neue Ecken. Und dann werde ich auch einige gute Freunde leider nicht mehr so häufig sehen können. In München lebt dafür meine Familie. Es ist schön, nach 15 Jahren wieder in ihrer Nähe sein zu können. Vor allem, weil meine Frau im fünften Monat mit Zwillingen schwanger ist. Ich freue mich, dass meine Kinder nun ebenfalls in München zur Welt kommen werden. Und dann gibt es da noch eine Sache.

Nämlich?

King: Das bayerische Essen! Darauf freue ich mich auch. Vor allem auf den Kaiserschmarrn (lacht).

Sie sind jetzt schon seit einigen Tagen im Trainingslager in Riva. Wie ist Ihr erster Eindruck vom neuen Team?

King: Absolut positiv! Ich finde, man merkt schon jetzt, dass die Chemie stimmt. Wir haben wirklich tolle Jungs in der Mannschaft. Ich denke, dass wir qualitativ oben mitspielen können, das ist ja auch das große Ziel. Das Wichtigste wird aber erst einmal sein, dass wir möglichst verletzungsfrei bleiben.

Donnerstag kommt auch Ihr neuer Trainer Sasa Djordjevic in Riva an.

King: Ja, ich freue mich darauf, unter ihm trainieren zu können. Er hat in seiner Karriere bereits so viel erreicht, gerade erst bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille gewonnen. Wir alle können von ihm sehr viel lernen.

Interview: Lena Meyer

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