Aus im Halbfinale

Bamberg blamiert die Bayern, Pesic bleibt

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Bamberg deklassierte die Bayern

Bamberg - Das war einer der bittersten Momente in der jungen Geschichte des FC Bayern Basketball. Am Sonntag erlebten die München ein regelrechtes Desaster.

Das war einer der bittersten Momente in der Geschichte des FC Bayern Basketball. Am Sonntag schieden die Münchner nicht nur ohne einen einzigen Sieg aus dem Halbfinale gegen Bamberg aus (0:3), sondern erlebten ein regelrechtes Desaster auf dem Parkett. Das Team von Svetislav Pesic verlor das dritte Spiel der Best-of-five-Serie auswärts überdeutlich mit 65:96 (20:49). Einzig Anton Gavel (13 Punkte) und John Bryant (12 Punkte) konnten halbwegs überzeugen. „Heute haben die Bamberger Frische, Qualität und Selbstbewusstsein gezeigt. Wir waren nicht bereit, die richtige Antwort zu geben. Um gegen eine Mannschaft wie Bamberg eine Chance zu haben, brauchen wir mehr Spieler. Aber wir sehen uns nächstes Jahr wieder“, meinte Trainer Svetislav Pesic nach der Partie und bestätigte, dass er doch bleiben wolle: „Ich will weiter kämpfen!“. Nun geht es aber erst einmal in den vorzeitigen Sommerurlaub.

Die Bamberger wollten den Finaleinzug am Sonntag dagegen um jeden Preis vorzeitig klarmachen. Das Trinchieri-Team verteidigte hart, es dauerte knapp drei Minuten, bis die Bayern zu ihren ersten Punkten kamen (3:6 aus Bayern-Sicht). Dann zündete Darius Miller auch noch den Dreier-Turbo und es ging alles ganz schnell – ein 11-Punkte-Rückstand für die Bayern (3:14).

Dem Pesic-Team fehlten die Mittel, um den Bambergern etwas entgegenzusetzen. Das belegten auch die Zahlen: Bayern hatte Ende des ersten Viertels bereits sechs Turnover auf dem Konto, bei Bamberg waren es lediglich zwei. Mit 10:24 ging es in den nächsten Abschnitt.

Die Situation wurde immer schlimmer. Bryce Taylor & Co. brachten kaum eine Offensiv-Aktion zum Abschluss, Bamberg punktete dagegen munter weiter (12:31 aus FCB-Sicht). Die 6800 Zuschauer tobten! Jetzt hatten die Bayern vollends die Nerven verloren. Sowohl defensiv als auch offensiv gelang rein gar nichts mehr. Der Vorsprung der Gastgeber wuchs (47:15). das Spiel wurde zum Bamberger Schaulaufen. FCB-Trainer Pesic stand völlig konsterniert an der Seitenlinie. Die Statistiken zur Halbzeitpause? Erschreckend! Die Trefferquoten der Bayern waren unterirdisch (36 Prozent aus dem Feld, 18 Prozent von der Dreipunktelinie). Auch in Sachen Rebounds, Assists & Co. lagen die Roten weit hinter den Gastgebern. Und so verwunderte der überdeutliche 29 Punkte-Rückstand zur Pause niemanden (20:49). „Das einzig überzeugende sind heute unsere Fans“, twitterte selbst der FC Bayern.

So manch einer von ihnen wünschte sich wohl, dass das Spiel schon vorbei sei. War es aber leider nicht. Es ging genau so weiter. Die Münchner fanden keine Antwort auf die starken Gastgeber (42:75). Obwohl die Bamberger gegen Ende etwas nachließen, gelang es Bryant & Co. nicht, den Rückstand zu verkürzen. Es wirkte vielmehr so, als würde man warten, bis die Schmach endlich ein Ende hatte. Und das hatte sie bei einem Stand von 65:96. Schlimmer hätten sich die Bayern das Saison-Aus nicht ausmalen können.

Lena Meyer

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