Formel 1

Neue Tests: Mercedes startet mit Personalproblemen

Nico Rosberg kann wegen einem entzündetem Nerv nicht trainieren. Foto: Peter Steffen
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Nico Rosberg kann wegen einem entzündetem Nerv nicht trainieren. Foto: Peter Steffen

Barcelona - Bis Sonntag und noch einmal vom 26. Februar bis 1. März - dann ist die Testvorbereitung auf die neue Formel-1-Saison vorbei. Am 15. März wird es ernst, wenn im Albert Park von Melbourne die Roten Ampeln ausgehen.

Umso intensiver wollen Weltmeister Mercedes mit Champion Lewis Hamilton und Vizeweltmeister Nico Rosberg die Tage auf dem Circuit de Cataluyna bei Barcelona eigentlich nutzen. Allerdings plagt sich der deutsche Rennstall mit großen Personalsorgen: Champion Hamilton fiel zum Auftakt mit Fieber aus. Nico Rosberg leidet an einem entzündenden Nerv im Nacken, Einsatz offen. Ersatzpilot Pascal Wehrlein musste in den Silberpfeil.

MERCEDES: Eigentlich war die Frage: Geben die Silberpfeile richtig Gas? Doch nach ein paar Stunden auf dem Circuit de Catalunya am Donnerstag hieß es es eher: Wer kann noch Gas geben bei Mercedes? Hamilton krank, Rosberg verletzt. Nach der weltmeisterlichen Kilometer-Leistung in Jerez ohne echte Probleme wollten die Silberpfeile den nächsten Gang einlegen. Eine echte Bewährungsprobe für den noch unerfahrenen 20 Jahre alten Ersatzpiloten Pascal Wehrlein.

FERRARI: Den vielversprechenden Trend von Jerez wollen Zugang Vettel und Kimi Räikkönen auch auf dem Kurs bei Barcelona fortsetzen. Gelingen aber wieder Bestzeiten am Fließband? Nachdem Vettel die Jungfernfahrt mit dem SF-15T machen durfte, übernimmt er nun am Samstag den Wagen und fährt ihn auch am Sonntag. Neben erneut vielen Kilometern steht auch für Ferrari wie für alle anderen die weitere Abstimmung des Wagens auf dem Programm - zumal die Strecke bei Barcelona als Gradmesser gilt.

WILLIAMS: Valtteri Bottas und Felipe Massa wollen sich auf die Attacke auf Mercedes weiter vorbereiten - und das mit Mercedes-Antrieb. Vor allem der Finne Bottas gilt als einer der Herausforderer der beiden Silberpfeile. Am Auftakttag heißt es aber: Ladies first. Ersatzfahrerin Susie Wolff darf zunächst testen.

SAUBER: Nach einer Saison des Leidens - zum ersten Mal in seiner Formel-1-Historie ohne Punkt - konnte sich der erste Testauftritt des Schweizer Privatteams sehen lassen. Debütant Felipe Nasr hatte in Jerez immerhin die drittbeste Zeit hingelegt. Das Fazit, auf dem sich für die nächste Testrunde aufbauen lässt: Der Ferrari-Motor muckte selten und erwies sich auch im Sauber zunächst als stark.

FORCE INDIA: Endlich darf auch Nico Hülkenberg ran, allerdings nur einen Tag. Dafür soll Mercedes-Ersatzfahrer Wehrlein Gas geben. Wenn auch zunächst nur kurz: Durch das krankheitsbedingte Aus von Hamilton wechselte der 20-Jährige am Donnerstag in den neuen Mercedes. Ohnehin tritt Force India nur mit dem Vorjahresmodell an, große Erkenntnisse für die Stammpiloten Hülkenberg und Sergio Perez werden die Testfahrten nicht bringen.

RED BULL: Der Anfang war mäßig. Lediglich 165 Runden konnten Daniil Kwjat und Daniel Ricciardo bei den Tests in Jerez fahren. Es kann auf dem Circuit de Catalunya fast nur besser werden. Sprich: Weniger als vier Wochen vor Ricciardos Heimrennen in Australien zählt jeder Kilometer.

TORO ROSSO: Der Wagen mit dem Renault-Antrieb funktionierte besser als der vom großen Bruder Red Bull. Und auch die beiden Formel-1-Frischlinge Carlos Sainz Junior und Max Verstappen schlugen sich bereits prächtig. Genau daran will das Team bei den zweiten Testfahrten anknüpfen.

MCLAREN-HONDA: Zu Wochenbeginn drehten Fernando Alonso und Jenson Button mit dem neuen Wagen ein paar Runden für Filmaufnahmen auf dem Circuit de Catalunya. In den vier Testtagen geht es wieder darum, die Schwächen und Probleme des komplett neuen Antriebs von Rückkehrer Honda herauszufinden. An Topzeiten wird kaum zu denken sein.

LOTUS: Endlich volle vier Tage auf der Strecke. Diese Zeit wird das Team nutzen wollen. In Jerez war der Wagen nicht rechtzeitig vor Ort. Nun aber können Romain Grosjean und Pastor Maldonado die Arbeit an und mit dem E23 intensivieren. Ein Vorteil dabei: Der Wagen wird in dieser Saison auch von Mercedes-Power angetrieben.

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(dpa)

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