Training in Suzuka

Erst Qualm, dann Bestzeit: Rosberg wieder vor Hamilton

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Nico Rosberg fuhr im Training in Japan die Bestzeit.

Suzuka - Nico Rosberg lässt im Formel-1-Titelrennen kein Zeichen der Schwäche erkennen. In Japan ist der WM-Führende im Training schneller als Champion Lewis Hamilton.

Auch sein verdächtig qualmender Silberpfeil hat Nico Rosberg auf dem Weg zur Tagesbestzeit im Formel-1-Training von Japan nicht bremsen können. Der WM-Spitzenreiter war am Freitag in Suzuka den Wimpernschlag von 0,07 Sekunden schneller als sein Mercedes-Kollege Lewis Hamilton und setzte damit das nächste Zeichen der Nervenstärke im Titelrennen. In beiden Übungseinheiten auf der legendären Hochgeschwindigkeitsstrecke verwies Rosberg den britischen Weltmeister auf Rang zwei.

Der Deutsche startet mit 23 Punkten Vorsprung auf Hamilton in das 17. der 21 Grand-Prix-Wochenende. Zuletzt in Malaysia hatte Rosberg vom Pannen-Drama seines Verfolgers profitiert. So war es ein kurzer Schreckmoment, als am Dienstwagen des WM-Führenden bei der Ausfahrt aus der Boxengasse plötzlich dicker Rauch aufstieg. Doch diesmal hielt der Mercedes-Motor und Rosberg stürmte zur besten Runde.

Dritter wurde der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari vor dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Sebastian Vettel musste sich in seinem Ferrari mit dem fünften Platz begnügen. „Wir haben versucht, unsere Hausaufgaben zu machen. Mit der Balance des Autos bin ich noch nicht zufrieden“, sagte der Hesse, der in Japan schon viermal gewonnen hat.

Wegen seines Unfalls mit Rosberg in Malaysia wird Vettel beim Rennen am Sonntag (7.00 Uhr MESZ) um drei Startplätze nach hinten strafversetzt und hofft daher auf Regen. „Wir müssen bereit sein“, sagte Vettel.

Nico Hülkenberg kehrte nach dem Training als Siebter zurück in die Force-India-Garage. Manor-Pilot Pascal Wehrlein belegte den 20. Platz.

Den Ton gaben aber wie so oft die Silberpfeile an. Trotz des angeordneten Schon-Programms für die Motoren wegen des noch nicht vollständig analysierten Hamilton-Defekts in Malaysia lagen die beiden Mercedes-Piloten klar vor der Konkurrenz. „Ich bin hier, um dieses Rennen zu gewinnen, nicht mehr und nicht weniger“, sagte Rosberg, der auch nach acht Saisonsiegen weiter nicht über die große Chance auf seinen ersten Formel-1-Titel sprechen will.

Dafür sprach der Vater von Rivale Hamilton. „Wenn jemand eine Weltmeisterschaft verdient, dann ist es Nico“, sagte Anthony Hamilton dem britischen TV-Sender Sky Sports News. Gelaufen aber sei die WM noch nicht, betonte Hamilton senior. „Lewis wird es nicht verschenken wollen, er wird hart bis zum Ende arbeiten. Er glaubt immer daran, dass er das Unmögliche erreichen kann“, sagte Anthony Hamilton.

dpa

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