Erste Mexiko-Bestzeit an Verstappen

Max Verstappen kommt in Mexiko gut zurecht. Foto: Srdjan Suki
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Max Verstappen kommt in Mexiko gut zurecht. Foto: Srdjan Suki

Nicht Lewis Hamilton, nicht Sebastian Vettel, nicht Nico Rosberg. Als Erster trug sich am Freitag der 18 Jahre alte Max Verstappen in die Liste der Trainingsschnellsten ein. Die Tagesbestzeit gelang danach aber Rosberg.

Mexiko-Stadt (dpa) - Weltmeister Lewis Hamilton ließ es fünf Tage nach seiner Krönung zunächst ruhig angehen, bei Mercedes-Rivale Nico Rosberg schlug kurzzeitig Feuer aus den Rädern.

Weder einer der beiden Silberpfeile noch der WM-Zweite Sebastian Vettel im Ferrari trugen sich als erster Trainingsschnellster bei der Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko-Stadt ein. Das war dem gerade mal 18 Jahre alten Niederländer Max Verstappen vorbehalten.

Der Toro-Rosso-Pilot benötigte 1:25,990 Minuten bei seiner schnellsten Runde auf dem nur 4,304 Kilometer langen Kurs. Zweiter wurde der Russe Daniil Kwjat von Red Bull vor Kimi Räikkönen und dessen deutschem Teamkollegen Vettel. Rosberg folgte auf Platz sechs, Hamilton auf Rang elf. Nico Hülkenberg wurde im Force India 16.

In der zweiten und deutlich schnelleren Einheit am Nachmittag war es aber Rosberg, der für die Topzeit des Tages in 1:21,531 Minuten sorgte. Wieder schaffte es Kwjat auf den zweiten Platz, gefolgt von seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo. Hamilton und Vettel belegten die Plätze vier und fünf. Verstappen durfte nach einem Abflug gleich zu Beginn praktisch nur Zuschauen.

Just in der Sekunde, als die Strecke am Morgen um 10.00 Uhr Ortszeit freigegeben wurde, herrschte Betrieb auf dem kurzen Kurs. Denn es galt, wichtige Informationen und Daten zu sammeln. Zumal das Autódromo Hermanos Rodríguez in über 2200 Metern Höhe liegt, die Luft entsprechend dünn ist und die Formel 1 derartige Verhältnisse seit dem letzten Rennen 1992 in Mexiko nicht mehr gewohnt ist.

Als Erster fuhr der Venezolaner Pastor Maldonado im Lotus auf die Strecke, Vettel reihte sich als Dritter ein. Champion Hamilton ließ auch nicht allzulange auf sich warten. Alle Piloten absolvierten zunächst aber nur einige sogenannte Installationsrunden, ehe Räikkönen auf teilweise noch feuchter Strecke als erster Fahrer eine gezeitete Runde fuhr. Seine 1:37,196 Minuten waren aber schnell Makulatur.

Immer wieder wechselte die Spitze. Mit jeder Runde auf dem Kurs, der nach 23 Jahren seine Rückkehr in den Formel-1-Kalender feiert, bekamen ihn die Fahrer besser in den Griff.

Dann schlugen auf einmal Flammen aus den Hinterrädern von Rosbergs Silberpfeil. Er war etwas von der Ideallinie abgekommen und um einen Einschlag in die Streckenmauer zu verhindern, stieg er voll auf die Bremsen. Dabei überhitzten diese. In der Box ließen sie die Bremsen abkühlen, ehe auch der aktuelle WM-Dritte wieder raus auf die Strecke fuhr.

Im Klassement hat der 30 Jahre alte gebürtige Wiesbadener vier Punkte Rückstand auf den zweitplatzierten Vettel. Mit der schnellsten Runde des Tages hatte er nach dem Frust von Austin auch wieder einen Grund zur Freude. Der 28-jährige Vettel will den Rang hinter Weltmeister Hamilton aber nicht nur in Mexiko verteidigen, sondern bis zum Ende der Saison.

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