Entscheidung im WM-Titelkampf

Formel-1-Finale: Das wird in Abu Dhabi wichtig sein

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Die Architektur in Abu Dhabi sucht ihresgleichen.

München - In drei Tagen wissen wir endlich, wer Formel-1-Weltmeister 2016 ist. Bis dahin gibt es aber haufenweise Fragen zu klären. Wir haben die wichtigsten.

Mit welcher Einstellung geht Rosberg ins Finale? „Ich versuche Abu Dhabi anzugehen wie jedes andere Rennen auch“, sagt der Deutsche. „Das heißt: Versuchen den besten Startplatz am Samstag herauszufahren, den Start und das Rennen zu gewinnen.“ Sein Vertrauter Gerhard Berger sagt: „Nico muss aggressiv gegen Lewis fahren und bei anderen etwas vorsichtiger. Denn Lewis weiß genau, dass er mehr zu verlieren hat. Er darf sich auf keinen Fall einen Ausfall leisten.“

Was sagt Hamilton? Er kann nur das Rennen gewinnen und hoffen – denn selbst dann reicht Rosberg Platz drei. Hamilton: „Vielleicht reißt Nicos Glückssträhne ja mal ab.“

Wer hat im Finale die besseren Nerven? Für Experten wie Ex-F1-Fahrer Marc Surer ist es ein Vorteil, den Titel schon mal gewonnen zu haben. Hamilton gewann drei Titel bisher, Rosberg keinen. Surer: „Dann weiß man einfach, dass man es kann. Aber die Situation von Rosberg mit zwölf Punkten Vorsprung ist so gut, dass er eigentlich nur seine normale Leistung abrufen muss. Und das traue ich ihm zu.“

Wer hat das stärkere Team hinter sich? Das ist bei beiden gleich. Mercedes achtet penibel darauf, dass keiner der beiden auch nur den kleinsten Vorteil haben wird.

Wer hat einen Strategie-Vorteil? Keiner, was den WM-Kampf betrifft. Auch hier hält es Mercedes wie gehabt. Die Regel lautet: Wer das Rennen nach dem Start anführt, darf als erster zum Reifenwechsel. Das ist ein kleiner Vorteil, weil man dann als Erster mit frischen Reifen Zeit gutmachen kann. Im Durchschnitt sind das eine bis eineinhalb Sekunden pro Runde – und die können entscheidend sein.

Wie wahrscheinlich ist ein Technik-Defekt? Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Mercedes hat nach dem Motorplatzer von Hamilton in Malaysia die Qualitätskontrolle verschärft. Motor- und Fahrzeugteile wurden unter dem Elektronenmikroskop gesichtet und erst dann freigegeben, wenn sie für okay erklärt wurden. Seit Malaysia ist auch nichts mehr passiert. Gegen Pech ist aber auch jede Qualitätskontrolle der Welt machtlos.

Ralf Bach

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