Unzufrieden über Führung

Red Bull droht mit Ausstieg aus der Formel 1

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Daniel Ricciardo in seinem Red-Bull-Rennwagen beim Großen Preis von Australien.

Melbourne - Aus Unzufriedenheit über die Art, wie die Formel 1 geführt wird, droht Red Bull, aus dem Rennzirkus auszusteigen. Konkreter werde es, sobald die Kosten/Nutzenrechnung nicht mehr passt.

Der frühere Weltmeister-Rennstall Red Bull hat nach dem verpatzten Saisonauftakt mit einem Rückzug aus der Formel 1 gedroht. „Wir sind unzufrieden damit, wie die Formel 1 regiert und geführt wird. Deshalb wird bei uns auch über ein Ausstiegs-Szenario nachgedacht, wenn die Kosten/Nutzenrechnung nicht mehr aufgeht“, zitierte das Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko am Sonntag in Melbourne. „Vorne fahren einsam zwei Autos, und dahinter wird nicht überholt“, kritisierte Marko auch mit Blick auf das seiner Meinung nach starre Reglement.

Sebastian Vettels früheres Team holte noch mit dem heutigen Ferrari-Mann zwischen 2010 und 2013 jeweils den Fahrer- und Konstrukteurstitel. Seit der Umstellung auf die Turbo-Aggregate zur Saison 2014 hat das Team des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz mit großen Problemen zu kämpfen. Der Rennstall ist vor allem mit der Arbeit von Motorenlieferant Renault nicht zufrieden.

Beim überlegenen Doppelerfolg von Seriensieger Mercedes in Australien fiel Red-Bull-Neuling Daniil Kwjat schon nach der Einführungsrunde mit Getriebeproblemen aus. Daniel Ricciardo musste sich weit abgeschlagen mit Platz sechs begnügen.

dpa

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