Gebrochener Flügel und viel Leerlauf

Rosberg mit Crash, Vettel ohne Zeitfenster in Melbourne

Nico Rosberg, Mercedes-Benz, Formel 1, Melbourne, Freies Training
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Die ersten Runden in Melbourne verliefen für Nico Rosberg noch nicht nach Plan.

Melbourne - Nico Rosbergs Aufgalopp in Melbourne weckte gleich böse Erinnerungen, und Sebastian Vettel hatte bei stürmischen Bedingungen wenig Lust auf schnelle Runden.

Die Herausforderer verbrachten am ersten Tag der neuen Saison viel Zeit in der Garage und holten kaum Schwung für den Sturz des Formel-1-Weltmeisters. Lewis Hamilton dagegen führte gleich zum Auftakt des Großen Preises von Australien wie selbstverständlich das Feld an.

Bei schwierigen Wetterverhältnissen im Albert Park lieferte das freie Training am Freitag kaum Erkenntnisse für das Rennen am Sonntag (6.00 Uhr MEZ/RTL und Sky), ein erster Schlagabtausch zwischen Mercedes und Ferrari blieb aus. Rosberg und Vettel konnten die ersten Bilder dieser Marathon-Saison nicht gerade als gutes Omen dienen.

„Manchmal läuft es eben so“, sagte Vettel, der angesichts der ständigen Schauer kein Zeitfenster für die gewünschten Tests für den trockenen Rennsonntag fand: „Wir konnten heute nicht viel lernen, nichts für das Rennen vorbereiten. Das war ein bisschen verschwendete Zeit.“

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Der Arbeitstag von Rosberg endete sogar schon eine Stunde früher als geplant, ein „gar nicht mal so kleiner Zwischenfall“, so der Vizeweltmeister, stoppte ihn. Auf nasser Strecke verlor er die Kontrolle über seinen Mercedes, der Bolide schlug gegen die Bande, der Frontflügel brach - schon in der vergangenen Saison hatten Defekte, Pech und auch eigene Fehler Rosberg immer wieder zurückgeworfen, Hamilton machte schon frühzeitig seinen dritten WM-Titel perfekt.

Die neue Saison beginnt für Rosberg nun ebenfalls wenig verheißungsvoll, der Schwung von drei Siegen Ende 2015 droht zu verpuffen. „Die Bedingungen waren eigentlich okay“, sagte Rosberg, der insgesamt aber optimistisch wirkte: „Ich habe einfach zu sehr beschleunigt und das Auto verloren. Das war nicht gut. Immerhin ist die Strecke danach nicht mehr abgetrocknet, dadurch habe ich auf die Konkurrenz nicht so viel verloren.“

Auch Vettel saß sehr lange mit mürrischer Miene in der Garage. Aufgrund der deutlich besseren Wetter-Aussichten für den Rennsonntag hielten sich alle die Teams zurück, die Erkenntnisse bei nassen Streckenverhältnissen wären ohnehin sehr begrenzt gewesen. Immer wieder setzte der Regen zwar aus und ließ die Strecke antrocknen, doch an Ausfahrten mit Slicks war kaum zu denken. Vettel brach daher einige Versuche ab.

Hamilton (1:29,725 Minuten) drehte im Silberpfeil die schnellste Runde am Vormittag, als die Strecke annähernd trocken war. Auch bei durchgehend nassen Bedingungen am Nachmittag war er der Schnellste. Rosberg (Wiesbaden/1:31,814) war am Vormittag mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf dem sechsten Platz gelandet und konnte nach seinem Crash am Nachmittag gar nicht mehr fahren. Vettels Zeiten in insgesamt nur 15 Runden am Freitag hatten keine Aussagekraft.

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:31,325) wurde im Force India Gesamtvierter und war auch auf der langsamen Strecke am Nachmittag schnell unterwegs. Rookie Pascal Wehrlein (Worndorf) sammelte in seinem ersten Training für Manor erste Erfahrungen, konnte aber auch keine aussagekräftige Zeit setzen. „Es war spannend, wieder auf die Strecke zurückzukehren. Und dann war es frustrierend, eigentlich doch kaum auf der Strecke zu sein“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über den ersten Trainingstag des neuen Jahres.

sid

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