Wetterchaos in Austin

Formel 1: Vettel wird um zehn Plätze zurück versetzt

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Starkregen in Texas: Sebastian Vettels Ferrari wird zudem um zehn Plätze zurück versetzt.

Austin - Beim Grand Prix von Austin wird Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel von der FIA bestraft  - damit ist Lewis Hamilton der Gesamttitel kaum noch zu nehmen.

Sebastian Vettel wickelte sich seinen Rennanzug um die Hüften und schaute in den schwarzen Himmel über Austin, Lewis Hamilton studierte das Wetterradar auf einem Monitor: Der Starkregen in Texas verhinderte zunächst einen Schlagabtausch der beiden Rivalen vor dem möglicherweise entscheidenden Rennen um die WM beim Großen Preis der USA (Sonntag, 20.00 Uhr/RTL und Sky).

Wegen eines heftigen Unwetters mit sintflutartigen Regenfällen in Austin wurde das zweite freie Training auf dem „Circuit of the Americas“ am Freitagnachmittag (Ortszeit) auf unbestimmte Zeit verschoben. Das teilten die Veranstalter aus Sicherheitsgründen mit. Auch für das Qualifying am Samstag (20.00 Uhr) werden heftige Regenfälle erwartet. Für das Rennen am Sonntag besteht allerdings noch Hoffnung, dass sich das Wetter wieder beruhigt. Doch am Freitag fielen für Vettel, Hamilton und Co. wichtige Trainingskilometer erst einmal ins Wasser.

Schon das erste Training am Vormittag wurde bestimmt vom Regen. Das Tempo hatte Mercedes-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) vorgegeben. Der 30-Jährige drehte in 1:53,989 Minuten die schnellste Zeit auf der 5,513 km langen Strecke. WM-Spitzenreiter Hamilton ließ es auf der erst am Ende der Session abtrocknenden Piste locker angehen und begnügte sich mit Rang fünf (1:55,693). Der Brite landete im zweiten Silberpfeil direkt vor seinem ärgsten WM-Rivalen Vettel im Ferrari (1:55,710). Nico Hülkenberg wurde im Force India 14. (1:57, 518).

Hamilton kann bereits in Austin erneut Weltmeister werden. Der Brite hat vor dem 16. von insgesamt 19. Saisonrennen mit 302 gewonnenen Punkten 66 Zähler Vorsprung auf Vettel und 73 auf seinen Teamkollegen Rosberg.

Hamilton habe aber „keine Eile“ auf seinem Weg zum dritten Titel. Es wäre „absolut falsch zu sagen: “Ich muss es an diesem Wochenende schaffen' und mich so unter zusätzlichen Stress zu setzen„, schrieb Hamilton in seiner Kolumne für die BBC. `Es ist großartig, dass ich nahe dran bin“, so Hamilton weiter: „Aber es ist nichts, was ich plane.“

Nach dem Rennen in Texas braucht Hamilton 75 Punkte Vorsprung auf seine Rivalen, um nach 2008 und 2014 wieder Weltmeister zu werden. Gewinnt Hamilton, und Vettel kommt nicht über Platz drei hinaus, setzt er sich erneut die Krone auf.

Ein Szenario, das immer wahrscheinlicher wird. Schließlich geht Vettel mit einem Handicap ins Rennen. Weil im Ferrari des Heppenheimers bereits der fünfte Motor verbaut wird, bestraft ihn der Weltverband FIA mit einer Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung.

„Klar ist es nicht schön, wenn man um zehn Ränge zurück muss. Aber für diesen Einsatzplan haben wir uns schon vor langer Zeit entschieden. Die oberste Priorität war immer, bei jedem Rennen die maximale Leistung abrufen zu können“, sagte Vettel, der sich mit dem neuen Motor bereits Erkenntnisse für das nächste Jahr erhofft: „Daher muss man das eher positiv sehen, als nun zu murren.“ Schließlich will er 2016 zurück an die Spitze: „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir wollen das beste Auto und den besten Motor haben.“

SID

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