Große Sorgen nach Formel-1-Unfall

Bianchi in der Nacht offenbar erneut operiert

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Gegen einen Abschleppwagen ist der 25-Jährige Jules Bianchi beim Rennen in Suzuka mit seinem Rennwagen geprallt. Nach dem schweren Unfall war der Franzose ohne Bewusstsein und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Suzuka  - Formel-1-Pilot Jules Bianchi ist nach seinem verhängnisvollen Unfall beim Großen Preis von Japan am Kopf operiert worden. Offenbar musste der Franzose in der Nacht auf Montag erneut unters Messer.

UPDATE: Der Zustand des am Sonntag in Suzuka schwer verunglückten Formel-1-Fahrers Jules Bianchi hat sich nach Informationen einiger französischer Medien anscheinend nicht signifikant verbessert. Angeblich ist der 25 Jahre alte Marussia-Fahrer in der Nacht zum zweiten Mal am Kopf operiert worden, nachdem es zu weiteren Blutungen gekommen war. Ein offizielles Statement oder eine Bestätigung dafür gab es am frühen Montagmorgen allerdings noch nicht.

Schwere Kopfverletzungen

Der Franzose zog sich beim 15. Saisonlauf am Sonntag in Suzuka „schwere Kopfverletzungen“ zu. Das teilte der Internationale Automobilverband (FIA) einige Stunden nach dem Rennen mit. Der Marussia-Pilot werde derzeit im Mie-General-Krankenhaus operiert. Danach soll Bianchi auf der Intensivstation weiter behandelt werden.

Bianchis Vater Philippe sagte dem französischen Sender France 3, sein Sohn habe ein „Hämatom im Kopf“. Der medizinische Eingriff werde im Hospital in Tsu vorgenommen. Jules Bianchi war nach seinem Crash in einen Bergungskran in der Auslaufzone bewusstlos mit dem Krankenwagen in das nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernte Krankenhaus gefahren worden. Kurz nach dem schweren Unfall brach die Rennleitung den Grand Prix ab.

Lewis Hamilton gewann das Rennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel belegte Rang drei.

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci sagte einen Pressetermin ab und begleitete Bianchi in die Klinik. Das Fahrerlager war nach dem Unfall schockiert, der Sieg Lewis Hamiltons vor Nico Rosberg (beide Mercedes) und Sebastian Vettel (Red Bull) geriet in den Hintergrund.

„Ich schicke Jules meine besten Grüße und hoffe, dass er bald wieder gesund wird“, sagte Rosberg. Kurz nach der Siegerehrung sagte Vettel, es sei „die Ungewissheit, die einen quält. Wir hoffen, dass er in Sotschi wieder dabei ist.“

Sutil erklärte zum Unfallhergang, er habe „das Auto wegen Aquaplaning verloren. Mir geht es gut, aber was dann passiert ist, war ein echter Schock, weil die Folgen andere sind als bei mir. Ich hoffe, dass es ihm gut geht, aber mehr möchte ich gerade gar nicht sagen aus Respekt vor Jules.“

dpa/sid

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