Drohende Insolvenzen

Kleine Formel-1-Rennställe begehren auf

Lotus Formel 1
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Kleineren Rennställlen wie Lotus droht in der Formel 1 das aus.

Austin  - Im Kampf gegen die drohende Insolvenz begehren die kleinen Rennställe der Formel 1 weiter gegen die Top-Teams auf.

„Wir wollen bis nächste Woche in Brasilien Lösungen sehen und bis zum Finale in Abu Dhabi einen Vertrag“, wird Lotus-Besitzer Gerard Lopez im Fachmagazin auto, motor und sport zitiert. Die kleineren Teams fordern eine gerechtere Verteilung der Einnahmen, die derzeit die Branchenführer Red Bull Racing, Mercedes, Ferrari und McLaren begünstigt.

Der 42-jährige Lopez glaubt, dass etwa einem Mittelfeldteam 20 Millionen Dollar mehr pro Jahr deutlich helfen würden. „Die großen Teams würden gar nichts davon merken. Sie würden davon profitieren, weil alle etwas enger zusammenrücken und der Sport besser wird“, sagte der Luxemburger.

Die insolventen Hinterbänkler-Teams Caterham und Marussia hatten zuletzt auf die Reise zum Großen Preis der USA verzichten müssen. Vor den abschließenden Saisonrennen in Brasilien (Sonntag, 17.00 Uhr RTL und Sky) und Abu Dhabi (23. November) gab dieses deutliche Alarmsignal den kleinen Rennställen neue Argumente im lange schwelenden Streit mit den Großen. Neben Lotus sind auch der Traditionsrennstall Sauber und Force India von der Pleite bedroht.

Die großen Teams äußern sich aber weiter zurückhaltend bis abwehrend zu Plänen über einen neuen Verteilungs-Schlüssel. „Wir haben Verträge unterschrieben. Ich bin nicht davon überzeugt, dass Caterham und Marussia selbst mit dem doppelten Betrag ihre Probleme hätten lösen können. Die sind fundamentaler“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner und verwies an Promoter Bernie Ecclestone: „Ich kann den kleineren Teams keinen Scheck ausstellen. Die Verteilung ist keine Frage an die Teams, sondern an den Inhaber der kommerziellen Rechte.“

Die Verteilung der Mittel regelt Ecclestone, der sich regelmäßig wenig mitfühlend über das Schicksal der kleinen Rennställe äußert. Zuletzt gab er sich allerdings zumindest öffentlich einsichtig. „Wir sollten alle laufenden Verträge zerreißen und wieder neu anfangen“, sagte der 84-Jährige: „Das Problem ist, dass zu viel Geld schlecht verteilt wird. Das ist wahrscheinlich mein Fehler.“

SID

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