Red Bull als Hauptsponsor im Gespräch

Audi äußert sich zum angeblichen F1-Einstieg

Stefano Domenicali
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Sportchef bei Audi soll Stefano Domenicali werden.

Singapur - Audi in die Formel 1? Die Spekulationen dazu sind nicht neu. Dass einem Medienbericht zufolge „nur noch“ Unterschriften fehlen und sich die Marke dafür aus der DTM und der Langstrecken-WM verabschiedet, dagegen schon. Aber die Ingolstädter dementieren entschieden.

Der mögliche Einstieg des Automobilkonzerns VW in die Formel 1 sorgt nach wie vor für Spekulationen. Einem Bericht der Auto Bild zufolge steht die Grundsatzentscheidung, mit Audi von der Saison 2018 an in der Königsklasse des Motorsports mitzuwirken. Dafür, so schreibt das Magazin, will sich Audi aus dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), der Langstrecken-Weltmeisterschaft und aus den legendären 24 Stunden von Le Mans zurückziehen. Audi dementierte das entschieden.

Sportchef soll dem Bericht zufolge der ehemalige Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali werden. Investoren sollen aus dem Mittleren Osten kommen, Red Bull werde Hauptsponsor. Es fehlten „nur noch“ ein paar Unterschriften, schrieb das Blatt am Montag. Eine namentlich genannte Quelle gab es nicht.

Audi wählte für sein Dementi auf dpa-Anfrage deutliche Worte. „Bei dem Bericht der „Auto Bild“ um den Einstieg der Marke Audi in die Formel 1 handelt es sich um pure Spekulation, die keines weiteren Kommentars bedarf. Auch die Behauptung, Audi wolle sein Engagement in der DTM und der WEC aufgeben, entbehrt jeder Grundlage und wird von uns entschieden zurückgewiesen“, sagte ein Sprecher der Abteilung Motorsport.

Die ITR - Rechteinhaber und -vermarkter der DTM - wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern. In der DTM sollen künftig neben Audi, BMW und Mercedes möglichst auch Hersteller aus Asien und den USA fahren. Ein Abschied von Audi wäre dahingehend ein fatales Signal und würde die Tourenwagenserie in ihrer Existenz bedrohen.

Die Gerüchte über einen VW-Einstieg in die Formel 1, durch welche Marke auch immer, sind nicht neu. Nach Bekanntwerden des Endes der Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen Seriensieger Red Bull und Renault nach der laufenden Saison nahmen diese noch mal deutlich zu. Erst am Samstag hatte ein VW-Konzern-Sprecher dazu erklärt: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns an solchen Spekulationen nicht beteiligen möchten.“

Möglich soll den Einstieg vor allem ein neues Reglement machen, das von 2017 an in Kraft treten soll. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, welche Schritte unternommen werden sollen, um die Attraktivität der Formel 1 zu steigern und die dauerhaft beklagten hohen Kosten zu senken.

Bis es soweit sein könnte, dass Red Bull mit Audi-Antrieben fährt, deutet einiges auf eine Zusammenarbeit mit Ferrari hin. Auch hier ist aber noch keine Entscheidung öffentlich bekanntgegeben worden.

dpa

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