F1-Qualifying in Ungarn

Rosberg vor Vettel auf Pole - Hamilton-Auto brennt

Sebastian Vettel, Nico Rosberg
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Sebastian Vettel (hinten) und Nico Rosberg stehen beim Großen Preis von Ungarn in der ersten Startreihe.

Budapest - Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg hat die Pole Position für den Großen Preis von Ungarn erobert. Hinter ihm komplettiert Sebastian Vettel eine rein deutsche Startreihe eins.

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg hat erneut vom Pech seines Stallrivalen Lewis Hamilton profitiert und sich beim Großen Preis von Ungarn die Pole Position gesichert. Während Pechvogel Hamilton seinen brennenden Mercedes nach einem Benzin-Leck früh abstellen musste, raste Rosberg in einem chaotischen Qualifying in 1:22,715 Minuten zum sechsten Mal in dieser Saison auf Startplatz eins. Zweiter wurde Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/1:23,201) im Red Bull vor Williams-Pilot Valtteri Bottas (Finnland/1:23,354).

„Der erste Platz ist echt cool, die letzte Runde war perfekt“, sagte Rosberg: „Natürlich ist es sehr schade für meinen Teamkollegen. Ich habe mehr Freude, wenn ich ihn auf der Strecke schlage. Das nimmt einem ein bisschen die Freude.“

Rosberg hat nun beste Chancen, sich mit einem weiteren Sieg am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) in die Sommerpause der Formel 1 zu verabschieden und den Vorsprung in der Gesamtwertung zu vergrößern. Dabei ließ er sich kurz vor Schluss auch vom einsetzenden Regen nicht aufhalten. Hamilton, der nach dem Wechsel von Chassis, Motor und Getriebe aus der Boxengasse startet, schiebt angesichts des neuerlichen Defekts hingegen viel Frust.

„Ich werde versuchen, morgen so viel wie möglich gutzumachen“, sagte Hamilton unmittelbar nach seinem Aus bei RTL: „Aber es ist die Strecke, wo es am schwierigsten zu überholen ist. Wahrscheinlich müssen wir den Motor wechseln und ich werde später in der Saison noch einmal eine Zehn-Startplätze-Strafe kriegen.“

Der 29 Jahre alte Weltmeister von 2008 hatte noch keine gezeitete Runde gefahren und musste mit Flammen und Rauch am Heck notgedrungen in der Boxeneinfahrt parken. Streckenposten löschten das Fahrzeug umgehend und Hamilton schlich noch mit seinem Helm auf dem Kopf kopfschüttelnd zur Box. Grund für den Brand war eine defekte Benzinleitung.

Bereits im Qualifying am vergangenen Wochenende in Hockenheim musste er tatenlos zuschauen, wie sich Rosberg in der Qualifikation durchsetzte. Hamilton scheiterte wegen einer gebrochenen Bremsscheibe und erlitt bei dem Unfall zudem eine leichte Rückenverletzung. Zwar kämpfte er sich beim Großen Preis von Deutschland noch auf Rang drei nach vorne, auf der extrem engen Strecke in Ungarn ist das Überholen jedoch deutlich schwerer.

„Es ist total unfair. Hier ist Überholen sehr schwierig und er war klar der schnellste Mann“, sagte Mercedes-Boss Niki Lauda: „Er hätte heute die Pole geholt und morgen das Rennen gewonnen, zweifellos. Für Lewis ist das eine Katastrophe. Er ist total fertig, ich habe mit ihm geredet. Solche Dinge dürfen nicht passieren.“

Titelverteidiger Vettel, der in Ungarn bislang noch nie gewonnen hat, schaffte es neben Rosberg ebenfalls in die erste Startreihe. Der viermalige Champion peilt seinen dritten Podiumsplatz in dieser Saison an und könnte dabei vom Fauxpas der dominanten Silberpfeile profitieren. Auf einen Sieg wartet der 27-Jährige aus Heppenheim bereits seit dem Saisonfinale 2013 in Brasilien.

Die Regel-Änderungen der Formel 1

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„Die Strecke liegt uns, und ich glaube, dass wir etwas näher herangekommen sind an diesem Wochenende“, sagte Vettel: „Der zweite Platz war für uns allerdings auch das Optimum, denn die Lücke zu Mercedes ist immer noch da.“

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:25,049), der bislang in allen Rennen in die Punkte fuhr, landete im Force India auf Rang neun. Sauber-Pilot Adrian Sutil (1:25,136) landete zunächst auf Rang zwölf, rückte aber auf den elften Platz vor: Der Gräfelfinger profitierte von Kevin Magnussens Start aus der Boxengasse, am McLaren des Dänen musste nach einem Unfall das Getriebe gewechselt werden.

Vor dem elften Saisonrennen führt Rosberg (190 Punkte) nach seinem Heimsieg in Hockenheim die Gesamtwertung mit 14 Zählern Vorsprung vor Hamilton (176) an. Beide Silberpfeilpiloten haben 2014 gemeinsam schon zehn Siege auf dem Konto. Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo (Australien/106) ist als Dritter bereits abgeschlagen, der in dieser Saison noch sieglose Vettel (82) nur Sechster.

SID

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