Lärm-Debatte in der Formel 1

Lauda kontert Ecclestone: Krach ist nicht alles!

Niki Lauda (rechts) widerspricht Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.
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Niki Lauda (rechts) widerspricht Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Köln - In der Lärm-Debatte in der Formel 1 hat sich nun auch Niki Lauda zu Wort gemeldet. Er widerspricht F1-Chef Bernie Ecclestone. Der Schritt zu den leisen Motoren bezeichnet er als richtig.

In der Debatte um die vermeintlich zu leisen Motoren in der Formel 1 geht Niki Lauda auf Konfrontationskurs zu Bernie Ecclestone. Er müsse Ecclestone „klar widersprechen“, sagte der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt: „Die Formel 1 definiert ihre Attraktion doch nicht über Krach und Lärm.“

Was die Formel 1 ausmache, sei vielmehr ein möglichst spannender Wettbewerb mit fahrerisch höchsten Ansprüchen und einer der Zeit angepassten Technik. „Das alles hat Melbourne schon beim ersten Grand Prix der neuen Saison gezeigt. Den Lärm da jetzt ins Spiel zu bringen, ist absurd und für mich nicht nachvollziehbar“, sagte Lauda: „Ich bitte alle Beteiligten, die Kirche im Dorf zu lassen. Immerhin sind die neuen Autos schon jetzt wegen ihrer Technik schneller als mit dem veralteten Achtzylinder.“

Den Schritt hin zu den leiseren Hybridmotoren mit deutlichen geringerem Spritverbrauch lobt der dreimalige Weltmeister Lauda als einen Schritt in die richtige Richtung. Die Formel 1 sei eine Rennklasse, „die - was den Motor, oder besser ihre Technik betrifft - vollkommen im Trend, im Entwicklungstrend liegt. Ich bin froh dass die FIA (Automobil-Weltverband, d. Red.) gemeinsam mit den Herstellern Ferrari, Renault und Mercedes die Turboformel, so wie sie sich jetzt in Melbourne präsentiert hat, vor einiger Zeit beschlossen hat“, sagte der 65-Jährige. Der Gedanke, die Autos künstlich wieder laut zu machen, „geht in die falsche Richtung und ist bizarr“. Zuvor hatte auch Red-Bull-Chef Eric Boullier Ecclestone widersprochen.

Die Regel-Änderungen der Formel 1

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Beim Saisonauftakt in Australien hatte es zahlreiche kritische Stimmen gegeben, die neuen Motoren mit Turbolader und Hybridtechnik seien für die Formel 1 zu leise. „Wenn du Erdbeermarmelade kaufst und Erdnussbutter bekommst, bist du verärgert“, spottete Ecclestone. Weltmeister Sebastian Vettel vermisste das Kreischen an der Strecke und sprach vom Geräusch eines „Staubsaugers im Hintergrund“.

SID

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