Rennen in Valencia: Korruptionsvorwürfe

Francisco Camps musste 2011 als Chef der Regionalregierung von Valencia zurücktreten. Foto: Gustavo Grillo
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Francisco Camps musste 2011 als Chef der Regionalregierung von Valencia zurücktreten. Foto: Gustavo Grillo

Madrid (dpa) - Die Formel-1-Rennen in Valencia waren nach Erkenntnissen der spanischen Staatsanwaltschaft von massiven finanziellen Unregelmäßigkeiten begleitet.

Die Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsvergehen stellte beim Obersten Gerichtshof in der Mittelmeermetropole den Antrag, Ermittlungen gegen den damaligen Chef der Regionalregierung von Valencia, Francisco Camps, und die damalige Sportministerin Lola Johnson einzuleiten.

Die Behörde erhebt nach Medienberichten vom 20. Dezember den Vorwurf, dass die Rennen in der Hafenstadt in der Zeit von 2008 bis 2012 nicht - wie offiziell angegeben - von dem Unternehmen Valmor Sports veranstaltet worden seien. Dies sei nur eine Scheinfirma mit zwölf Mitarbeitern gewesen, hinter der sich in Wirklichkeit die Regionalregierung verborgen habe, stellte die Staatsanwaltschaft fest. Camps habe dem Formel-1-Chef Bernie Ecclestone die Finanzierung der Rennen garantiert. Bei der Auflösung der Scheinfirma habe die Regionalregierung Schulden in Millionenhöhe von Valmor Sports übernommen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Camps und der Ex-Ministerin Veruntreuung staatlicher Gelder und Amtsmissbrauch vor. Camps war 2011 als Regierungschef zurückgetreten, weil er mit einem anderen Korruptionsskandal in Verbindung gebracht wurde. Auf dem Rundkurs im Hafengelände von Valencia werden seit 2012 keine Formel-1-Rennen mehr ausgetragen.

Bericht in El País

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