Mercedes-Wechsel noch kein Thema

Vettel will WM-Trophäe mit Trick behalten

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel sieht noch eine kleine Chance auf den WM-Titel, auch wenn es unwahrscheinlich ist.

Budapest - Eigentlich müsste Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel die originale WM-Trophäe im Oktober an den Automobil-Weltverband FIA zurückgeben. Noch hofft der 27-Jährige aber, dass es dazu nicht kommt.

„Vielleicht muss ich sie ja nicht zurückgeben, auch wenn es gerade nicht so aussieht, als ob ich sie behalten könnte. Vielleicht sage ich auch einfach, dass ich sie verloren habe oder sie gestohlen wurde“, scherzte Vettel in einem Interview auf der offiziellen Homepage der Königsklasse.

Seinen fünften Titel in Serie hat der Heppenheimer trotz äußerst trüber Aussichten noch nicht ganz abgeschrieben. „Mathematisch ist da noch eine Chance“, sagte der Titelverteidiger.

Vor dem elften Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) im ungarischen Budapest liegt der in diesem Jahr noch sieglose Vettel in der WM-Gesamtwertung mit 82 Punkten nur auf dem sechsten Rang. Die souveräne Führung hat Mercedes-Pilot Nico Rosberg (190) vor seinem englischen Teamkollegen Lewis Hamilton (176) inne. Dritter ist Vettels Stallrivale Daniel Ricciardo (106). In den neun verbleibenden Rennen sind maximal noch 250 Punkte (doppelte Punktzahl im letzten Rennen) zu holen.

„Es ist offensichtlich, dass es nicht so gut läuft. Aber wenn ich aufgeben würde, dann wäre das nicht richtig“, sagte Vettel. Auch in den vergangenen Jahren habe er sich nie nur ausschließlich auf den Titel konzentriert: „Ich habe alles immer Rennen für Rennen gesehen. Und das will ich auch in diesem Jahr machen.“

Vettels Vertrag bei Red Bull läuft noch bis Ende 2015. Wie es danach weitergeht, scheint momentan offen. „Ich denke noch nicht weiter als bis zur nächsten Saison“, sagte Vettel, der angeblich von Branchenprimus Mercedes umworben wird. Der Hesse könnte nach Medienberichten angeblich 2016 zu den Silberpfeilen wechseln und dort an der Seite von Rosberg ein deutsches Team bilden. Vettel wollte sich dazu noch nicht konkret äußern und betonte: „Im Moment stellt sich die Frage aus meiner Sicht nicht.“

Auf dem Hungaroring will Vettel am Sonntag derweil am liebsten zum dritten Mal in diesem Jahr auf das Podest rasen, aber auch seinen ersten Sieg überhaupt in Ungarn hält er für möglich. „Das Ziel ist immer zu gewinnen - und die Chance besteht auch“, sagte Vettel.

Hamilton sieht seinen Platz bei Mercedes nicht gefährdet

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton glaubt nicht an seine Ablösung im Mercedes-Cockpit durch den viermaligen Champion Sebastian Vettel. „Ich mache mir keine Sorgen“, sagte der Engländer in Budapest: „Noch ein deutscher Fahrer? Ich weiß nicht, ob Mercedes das gefallen würde.“

Derweil machte der Weltmeister von 2008 der Führung seines Rennstalls klar, dass er selbst zu einer Vertragsverlängerung bereit ist. Erst in der Vorwoche hatte WM-Spitzenreiter Rosberg seinen Vertrag mit Mercedes um mehrere Jahre verlängert. „Wir haben noch nicht zusammengesessen, aber das Team weiß, dass ich gerne weitermachen möchte, und sie haben mir klar gemacht, dass sie das auch wollen“, sagte Hamilton.

In diesem Zusammenhang bezeichnete er das Team der Silberpfeile als seine Familie: "Ich bin mit Mercedes verbunden, seit ich 13 bin." Zwar könnte Hamilton auch nicht konkret sagen, was in der Zukunft passiert, "aber ich kann mich selbst gerade nirgendwo anders sehen. Wenn sie aber doch jemand anderen wollen, werde ich mich nicht beschweren. Es gibt für jeden irgendwo einen Platz."

SID

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