tz-Experten-Kolumne von Sebastian Vettel

"Ich werde weiter lernen müssen"

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel.

München - In der tz-Experten-Kolumne blickt Sebastian Vettel zurück aufs Jahr 2015 und erklärt, was er sich für 2016 vorgenommen hat.

Für mich war 2015 natürlich ein hervorragendes Jahr. Ich glaube, für das ganze Team. Ferrari und ich hatten davor ein schwieriges Jahr. Für beide ging es 2015 wieder richtig bergauf. Mit drei Siegen konnte keiner rechnen. Fast wichtiger aber ist die Konstanz, die wir hatten. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es noch viel zu tun und man darf auch nicht vergessen, dass ganz am Anfang die Zielsetzung doch war, kleine Brötchen zu backen.

Die Fans bei Ferrari sind natürlich unglaublich, die Gemeinschaft und die Leidenschaft rund um die Welt für Ferrari ist unglaublich und wirklich überwältigend. Bei Ferrari herrscht eine andere Unternehmenskultur. Da muss man sich erst daran gewöhnen.

Ich habe schon beim ersten Rennen in Australien ein wenig gestaunt: Nach dem ersten Meeting wurde es sehr laut und es wurde viel gestikuliert. Da war ich erst mal ein bisschen überrascht. Aber ich glaube, ich hab meinen Teil gelernt und werde weiter lernen müssen. Aber generell sind wir auf einem guten Weg und die Dinge, die am Anfang vielleicht noch etwas unrund waren, sind schon runder geworden und laufen besser. Ich glaube, jetzt kommt langsam alles Schritt für Schritt gut zusammen.

Natürlich ist die Verlockung jetzt groß, direkt fürs nächste Jahr ans ganz Große zu denken, aber man darf nicht die ganzen kleinen Schritte auf dem Weg vergessen, denn es war ein sehr großer Umbruch im letzten Winter: Neuer Fahrer, aber vor allem auch sehr viele neue Leute, die zum Team dazugestoßen sind und viele, die ihre Position gewechselt haben. Also so etwas dauert normalerweise seine Zeit. Ich glaube, das Hervorragende an dem Jahr war, dass die Erfolge jetzt doch geholfen haben, das Ganze etwas zu beschleunigen und hoffentlich im nächsten Jahr noch besser zu machen. Für Prognosen ist es aber jetzt noch viel zu früh.

Sebastian Vettel, ­viermaliger F1-Champion

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