Vettel Dritter in Spa

Rosberg holt Pole vor Hamilton

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Mercedes-Pilot Nico Rosberg startet beim Großen Preis von Belgien von der Pole-Position.

Spa-Francorchamps - Mercedes-Pilot Nico Rosberg startet beim Großen Preis von Belgien von der Pole-Position. Der WM-Spitzenreiter fuhr am Samstag in der Qualifikation zum zwölften Formel-1-Saisonlauf in 2:05,591 Minuten die Bestzeit.

Regen, Hagel und alles überstrahlende Silberpfeile: WM-Spitzenreiter Nico Rosberg ist beim Qualifying um Großen Preis in Spa (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky) überlegen zum siebten Mal in dieser Saison auf die Pole Position gefahren und hat seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton bei schwierigen Bedingungen auf der nassen Strecke durch die Ardennen hinter sich gelassen. Weltmeister Sebastian Vettel lag im Red Bull als Dritter bereits mehr als zwei Sekunden hinter Rosberg, der seine Titelambitionen einmal mehr eindrucksvoll unterstrich.

„Hier vorne zu sein, ist großartig“, sagte Rosberg nach seiner vierten Pole in Folge: „Fantastisch, aber es ist nur Qualifying. Wir haben ein langes Rennen vor uns.“

Mercedes machte nach der Sommerpause da weiter, wo das Team in den ersten elf Rennen (neun Siege) aufgehört hatte. Die Konkurrenz war erneut komplett chancenlos, selbst die bekannten Wetterkapriolen in Spa mit einem Hagelschauer vor dem Qualifying brachten die Silberpfeile nicht aus dem Konzept.

„Die beiden waren fehlerlos, wir haben fast alles richtig gemacht, was das Setup betrifft. Im zweiten Sektor war das Auto eine Klasse für sich“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei RTL.

Für Sebastian Vettel stellte der dritte Platz dagegen eine Erlösung dar. Richtig glücklich war er trotzdem nicht: „Die Lücke ist sehr groß, es war das Beste, was wir heute machen konnten.“

Nach einem Motorenwechsel am Freitagnachmittag hatte er das zweite Training komplett verpasst und war am Samstagmorgen auch nur auf Rang 13 gefahren.

Der Weltmeister war mit einem alten Motor unterwegs, um einer Strafe zu entgehen. Hätte Red Bull ein neues Aggregat eingesetzt, wäre der Heppenheimer mit einer Rückversetzung von zehn Plätzen bestraft worden, weil das Weltmeisterteam das für die Saison zur Verfügung stehende Kontingent von fünf Motoren bereits ausgeschöpft hat.

Erlaubt war allerdings der Wechsel in der Getriebeübersetzung, den die Roten Bullen für Spa vorgenommen haben. Als drittes Team nach McLaren und Toro Rosso machte Red Bull von dieser einmaligen Gelegenheit Gebrauch.

Der finnische Williams-Pilot Valtteri Bottas hatte am Samstagmorgen im dritten Training die Dominanz der Silberpfeile kurzfristig unterbrochen und die Bestzeit vor dem zweimaligen Saisonsieger Daniel Ricciardo (Australien) im Red Bull gesetzt. Im Qualifying reichte es aber dann nur zu Rang sechs hinter Ricciardo.

Für Sauber-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing) war im Q2 Schluss, er landete auf dem 14. Platz. Nico Hülkenberg (Emmerich) im Force India musste dagegen überraschend schon im Q1 die Segel streichen und geht nur von Rang 18 aus ins Rennen. „Die ersten zwei, drei Runden war ich gut bei der Musik“, sagte der 27-Jährige: „Danach bin ich etwas abgefallen.“ Fürs Rennen blieb er trotzdem optimistisch: „Hier kann immer viel passieren. Es ist noch nicht so klar, wie es morgen mit dem Wetter wird.“

Debütant Andre Lotterer (Duisburg) landete im Caterham zwar nur auf dem vorletzten Rang, aber immerhin vor seinem Teamkollegen Marcus Ericsson (Schweden). „Es war nicht einfach, ich bin mit dem Ding noch nicht im Regen gefahren“, sagte der 32-Jährige.

Vor dem zwölften Saisonrennen auf der „Ardennen-Achterbahn“ führt Rosberg in der WM-Wertung mit 202 Punkten knapp vor Hamilton (191).

SID/dpa

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