Verstappen nach Kompromisslos-Kurs: Spa ist erledigt

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Max Verstappen will sich von seinem Fahrstil nicht abbringen lassen. Foto: Srdjan Suki

Er will sich nicht abbringen lassen. Max Verstappen sieht keinen Grund, seine Fahrweise zu ändern. Was war, ist für ihn zudem erledigt. Seine Kollegen empfinden das nicht so: Am Freitag wird Verstappen Thema bei der Fahrerbesprechung sein.

Monza (dpa) - Max Verstappen bleibt stur auf Kompromisslos-Kurs. An seine heißdiskutierten Manöver beim Großen Preis von Belgien will der Formel-1-Teenager erst gar keine Gedanken mehr verschwenden. "Für mich ist Spa erledigt", sagte er im Motorhome seines Red-Bull-Rennstalls in Monza.

"Ich mag es nicht, auf das zurückzuschauen, was war", bekräftigte Verstappen. Und er klang dabei ebenso entschlossen, wie er vier Tage zuvor in den Duellen mit Kimi Räikkönen mehr als nur dagegengehalten hatte.

"Persönlich habe ich nichts gegen Max, er macht einen guten Job, er ist schnell, aber manche Dinge sind nicht korrekt", sagte der Finne, der bei einem Überholversuch in Spa seinen Ferrari heftig hatte abbremsen müssen, um bei über 300 Stundenkilometer nicht ins Heck des Red Bulls von Verstappen zu krachen.

Dieser hatte abrupt die Fahrlinie geändert - auch als Revanche für die Kollision nach dem Start in Kurve eins mit Räikkönen, dessen Ferrari zudem noch den seines Teamkollegen Sebastian Vettel berührte. Für alle drei war das Rennen danach praktisch gelaufen. Vierfach-Weltmeister Vettel wurde Sechster, Ex-Champion Räikkönen Neunter und der bislang einmalige Grand-Prix-Gewinner Verstappen Elfter, nachdem er als jüngster Pilot in der Formel-1-Historie aus der ersten Reihe neben Pole-Mann und Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes gestartet war.

Alle hätten daraus gelernt, befand Verstappen zur Szene direkt nach dem Rennbeginn. Er zeigte sich von der großen Journalistenrunde bei seiner Sprechstunde auch am Donnerstag völlig unbeeindruckt. Auch als erfahrener Pilot könne man immer noch etwas lernen.

Vor den mit Spannung erwarteten Duellen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs beim Großen Preis von Italien unterstrich der Niederländer zudem: "Ich ändere meine Fahrweise nicht, nur weil andere wollen, dass ich sie ändere." Er sieht sich auch weiterhin im Recht. "Es hat keine Strafen gegeben, es gibt also keinen Grund, etwas zu ändern", sagte Verstappen.

Allerdings wird es damit für den hochtalentierten Teenager noch nicht erledigt sein. Am Freitag wird seine Fahrweise "großes Thema" bei der Fahrerbesprechung sein. "Ich denke, unsere Freunde in Rot werden einiges dazu zu sagen haben", meinte der aktuelle WM-Zweite Nico Rosberg von Mercedes.

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