Kämpferisch vor dem Start

Vettel: "Bin kein Typ, der wegläuft"

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Sebastian Vettel.

Köln - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel bleibt trotz der enttäuschend verlaufenen Saison-Vorbereitung seines Red-Bull-Teams gelassen und denkt auch nicht über einen Wechsel zu Ferrari oder Mercedes nach.

 „Ich bin kein Typ, der wegläuft, wenn es schwierig wird“, sagte der 26-Jährige im Gespräch mit dem Sport Bild Sonderheft Formel 1: „Das ist im Privaten und im Beruflichen so.“

Red Bull begleite ihn „nun schon sehr lange“, und „natürlich gibt es immer die Gespenster, die dir sagen wollen, dass das Gras woanders grüner ist. Trotzdem sollten solche Werte wie Treue, Ehrlichkeit und Handschlag-Qualität nicht verloren gehen. Das sollte auch und vor allem in Zeiten gelten, in denen es mal nicht so läuft.“

Vettel sucht die Schuld für die vielen Rückschläge bei den Testfahrten in den vergangenen Wochen auch nicht nur bei Motorenlieferant Renault. „Ich splitte Renault und Red Bull in der Bewertung der Saisonvorbereitung nur ungerne“, sagte er: „Jeder hat in der Vergangenheit mal Fehler gemacht, aber wir sind ein Team und halten zusammen. In den letzten Jahren hatten wir gemeinsam viel Erfolg, jetzt durchleben wir eben auch mal eine schwierige Zeit.“

Vettel will auch nicht von einem desaströsen Saisonstart sprechen. „Das erste Rennen steht doch erst vor der Tür. Panik zu machen oder den Kopf in den Sand zu stecken, macht da keinen Sinn“, sagte der Heppenheimer. Alle Teams hätten im Moment mehr oder weniger große Probleme: „Ich bin mir aber sicher, dass wir uns da gemeinsam durchkämpfen werden. Meine Devise lautet immer: Man kann sich sein Glück erarbeiten. Das werden wir wieder versuchen.“

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Im Moment sei es aber schwierig, Erwartungen zu formulieren, deshalb gehe er auch ohne konkretes Ziel in die neue Saison. „Wir haben bei den Tests viel gelernt und werden mit einem überarbeiteten Innenleben des Autos nach Australien gehen“, sagte Vettel. Dort wolle man dann erst einmal den bestmöglichen Job machen und das Rennen beenden. „Danach sehen wir weiter und passen unsere Ziele entsprechend an. Wenn wir konkurrenzfähig sind, will ich natürlich wieder gewinnen. Im Moment macht es aber noch keinen Sinn vom Titel zu sprechen“, sagte der viermalige Weltmeister.

Der erste WM-Lauf 2014 ist der Große Preis von Australien am 16. März in Melbourne. Insgesamt umfasst die Saison 19 Rennen. Hockenheim ist am 20. Juli Schauplatz des deutschen Grand Prix. Das Finale findet am 23. November in Abu Dhabi statt.

sid

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