Kollegen gratulieren Le-Mans-Sieger Hülkenberg: "Stolz"

Nico Hülkenberg (l) zeigt sich bei der Pressekonferenz neben Sebastian Vettel bester Laune. Foto: Hans Klaus Techt
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Nico Hülkenberg (l) zeigt sich bei der Pressekonferenz neben Sebastian Vettel bester Laune. Foto: Hans Klaus Techt

Spielberg - Bei seinem Erfolg in Le Mans zeigte Nico Hülkenberg, was für ein Potenzial in ihm steckt. Vor dem Formel-1-Lauf in Spielberg sorgte sein Coup für Gesprächsstoff. Grand-Prix-Kollegen gratulierten dem Force-India-Piloten zu seiner grandiosen Leistung.

Die Formel-1-Kollegen beglückwünschten Nico Hülkenberg herzlich - und der Le-Mans-Triumphator genoss Lob und Anerkennung freudestrahlend.

Der sensationelle Sieg des Force-India-Piloten bei seinem Gaststart beim legendären Langstreckenklassiker war auch vor dem Großen Preis von Österreich ein großes Thema. "Ich habe einen Riesenrespekt vor dem, was Nico gelang", betonte der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel in Spielberg.

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo erzählte, dass er das 24-Stunden-Rennen in Nordfrankreich "18 Stunden lang gebannt" vor dem Fernseher verfolgt habe.

Le-Mans-Debütant Hülkenberg schilderte zum x-ten Mal, welche Emotionen sein Coup auch bei ihm ausgelöst hatte. "Das war eine intensive Woche. Ich bin sehr stolz", sagte der 27-Jährige. "Es war ein unglaublich emotionaler Moment." Mit seinen Teamkollegen Earl Bamber (Neuseeland) und Nick Tandy (Großbritannien) hatte er in einem Porsche 919 Hybrid die bisherigen Seriensieger von Audi und auch die Sportwagen-erfahrenen anderen Porsche-Trios geschlagen.

Seine Leistung ist umso höher einzuschätzen, da er außer einem Einsatz beim Sechs-Stunden-Rennen in Spa und zwei längeren Tests keine Erfahrung mit dem völlig anders als einen Formel-1-Boliden zu fahrenden Sportwagen hatte.

Hülkenbergs Galavorstellung mit einem ihm kaum vertrauten Prototypen nötigte seinen Grand-Prix-Kollegen nicht nur Respekt ab. Dies verstärkte auch ihre Begeisterung und ihr Interesse, selbst mal in Le Mans zu starten. Fernando Alonso hatte im Vorjahr sogar schon mit Porsche verhandelt, entschied sich dann aber für eine Rückkehr zu McLaren. "Ich möchte in Zukunft in Le Mans fahren", versicherte der zweifache Formel-1-Champion. "Vielleicht schon nächstes Jahr. Ich war ja schon nahe dran."

Vettel kann sich den Marathon "vielleicht in der Zukunft" vorstellen. Ricciardo hätte ebenfalls große Lust. Nur Nico Rosberg blockte ab. "Le Mans ist kein Thema. Ich bin voll auf die Saison fokussiert", sagte der Mercedes-Mann.

Vielleicht auch deshalb, weil Rosberg neben seinem Teamkollegen und Titelverteidiger Lewis Hamilton erneut die größten WM-Chancen hat. Vor dem siebten Saisonlauf liegt der gebürtige Wiesbadener in der WM-Wertung mit 134 Punkten 17 Zähler hinter dem britischen Spitzenreiter Hamilton (151).

"Ich fühle mich gut", betonte Rosberg und verwies auf seinen Vorjahressieg auf dem malerisch gelegenen Berg-und-Tal-Kurs in der Steiermark. Auch beim zweiten Grand-Prix-Gastspiel seit der kompletten Rundumerneuerung auf der nun Red Bull Ring heißenden Strecke sind die Silberpfeile die klaren Favoriten.

Das sieht auch Vettel so. "Unter normalen Umständen sind sie sehr schwer zu schlagen", sagte der Ferrari-Star. "Sie sind die Favoriten." Er sei zuversichtlich, sagte Vettel und schwärmte von der tollen Strecke und der tollen Atmosphäre: "Aber wir müssen realistisch sein: Wir kämpfen gegen Mercedes."

Details zur Strecke

Grand-Prix-Vorschau der FIA

dpa

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