Vettel fährt trotz "Technik-Teufel" Trainingsbestzeit

Sebastian Vettel war im zweiten Training der Schnellste. Foto: Herbert Neubauer
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Sebastian Vettel war im zweiten Training der Schnellste. Foto: Herbert Neubauer
Nach vier Runden musste Sebastian Vettel seinen Wagen abstellen. Foto: Hans Klaus Techt
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Nach vier Runden musste Sebastian Vettel seinen Wagen abstellen. Foto: Hans Klaus Techt
Lewis Hamilton fährt während des Trainings an die Box. Foto: Hans Klaus Techt
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Lewis Hamilton fährt während des Trainings an die Box. Foto: Hans Klaus Techt
Nico Rosberg fuhr eine deutlich bessere Zeit als sein Teamkollege. Foto: Erwin Scheriau
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Nico Rosberg fuhr eine deutlich bessere Zeit als sein Teamkollege. Foto: Erwin Scheriau
Nico Hülkenberg steigerte sich auf einen beachtlichen sechsten Trainings-Rang. Foto: Erwin Scheriau
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Nico Hülkenberg steigerte sich auf einen beachtlichen sechsten Trainings-Rang. Foto: Erwin Scheriau
Kimi Räikkönen überzeugte im zweiten Ferrari mit zwei dritten Plätzen. Foto: Erwin Scheriau
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Kimi Räikkönen überzeugte im zweiten Ferrari mit zwei dritten Plätzen. Foto: Erwin Scheriau
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erwartet einen engen Kampf mit Ferrari in Spielberg. Foto: Hans Klaus Techt
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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erwartet einen engen Kampf mit Ferrari in Spielberg. Foto: Hans Klaus Techt

Was für ein Auf und Ab für Sebastian Vettel beim Großen Preis von Österreich: Erst musste der viermalige Formel-1-Weltmeister seinen Ferrari im Training wegen eines technischen Problems früh abstellen. Dann fuhr er Bestzeit. Favorit Mercedes ist gewarnt.

Spielberg (dpa) - Trotz des "Technik-Teufels" und langer Zwangspausen hat Ferrari-Star Sebastian Vettel im Training zum Großen Preis von Österreich überraschend das favorisierte Mercedes-Duo hinter sich gelassen.

Der vierfache Formel-1-Weltmeister fuhr im zweiten Durchgang die Tagesbestzeit vor Mercedes-Rivale Nico Rosberg und untermauerte damit seine Ambitionen auf seinen ersten Sieg in Spielberg. "Wir sind ganz gut unterwegs", bilanzierte Vettel nach einem insgesamt "durchwachsenen" Freitag. "Der Speed war nicht schlecht."

Zum Auftakt kam für Vettel bereits nach 22 Minuten und nur vier Runden das frühe Aus wegen eines technischen Defekts. Der letzte Platz mit über fünf Sekunden Rückstand hinter Rosberg war die logische Konsequenz. Am Nachmittag folgte dann die schnellste Runde in 1:09,600 Minuten. Der Heppenheimer durchlebte auf dem malerischen Berg-und-Tal-Kurs in der Steiermark innerhalb weniger Stunden Höhen und Tiefen.

Weshalb er im ersten Training seinen roten Renner so früh abstellen musste, wollten weder Vettel noch Ferrari preisgeben. "Es handelt sich um ein Übertragungsproblem", hatte ein Ferrari-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Am Nachmittag muckte dann das Getriebe, wie Vettel allgemein einräumte. Deshalb parkte er seine "Eva" schon 20 Minuten vor dem Ende in der Garage. Aber kein Grund zur Aufregung: "Der Technik-Teufel war drin und hat mich zweimal lahmgelegt", berichtete Vettel entspannt.

Dennoch hielt seine Bestzeit, was Vettel freute, aber keineswegs euphorisch werden ließ. "Wir wissen, dass Mercedes über Nacht noch eine Schippe drauflegt und am Freitag nicht alles zeigt", sagte der 27-Jährige nüchtern. Um minimale elf Tausendstelsekunden konnte Vettel Rosberg hinter sich lassen.

Die Silberpfeile wurden nur am Vormittag ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Vorjahressieger Rosberg setzte sich in 1:10,401 Minuten mit 0,308 Sekunden Vorsprung deutlich vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton durch. Anschließend musste sich der britische Champion sogar mit Rang fünf begnügen.

"Insgesamt war es ein ordentlicher Trainingstag für mich. Auf dieser Strecke ist es eine Herausforderung, das Setup richtig hinzubekommen", urteilte Rosberg. "Die roten Autos sind hier sehr stark. Sie zeigten eine sehr beeindruckende Pace, sowohl mit viel als auch mit wenig Benzin. Sie sind wohl unsere engsten Gegner."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff prognostizierte: "Uns erwartet ein enger Kampf." Hamilton reagierte auf seine ungewohnte Niederlage indes gelassen: "Der Auftakt war in Ordnung. Es war nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste Tag."

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg steigerte sich am Nachmittag auf einen bemerkenswerten sechsten Platz. Der Überraschungssieger beim Langstreckenklassiker Le Mans hatte bei seiner Rückkehr in die Formel 1 zunächst Rang 13 belegt. Kimi Räikkönen überzeugte im zweiten Ferrari mit zwei dritten Plätzen.

Vor dem achten Saisonlauf führt Hamilton die Fahrerwertung mit 151 Punkten an. Rosberg (134) weist als Zweiter 17 Zähler weniger auf. Vettel (108) fehlen bereits 43 Punkte auf den Spitzenreiter.

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