"Wir hoffen, dass wir aufschließen können"

Vettels Ferrari-Ziel: Zweite Kraft hinter Mercedes

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Bei den Testfahrten konnte Sebastian Vettel im Ferrari (vorne) die Mercedes oftmals hinter sich halten.

Mönchengladbach - Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (27) möchte sich in der WM 2015 mit seinem neuen Team Ferrari „gerne als zweite Kraft hinter Mercedes etablieren“.

Das sagte der 27-jährige Heppenheimer im Rahmen eines Sponsorentermins am Donnerstag in Mönchengladbach. „Ob wir in dieser Saison schon Rennen gewonnen können“, sei „nach derzeitigem Stand natürlich schwer zu sagen, aber wir hoffen schon, dass wir zu Mercedes aufschließen können“.

Die Vorgabe von Ferrari-Chef Sergio Marchionne, spätestens 2018 wieder den WM-Titel nach Maranello zu holen, will Vettel auf jeden Fall erfüllen, mehr noch: „Ich will schon vorher Weltmeister werden, diesen Druck mache ich mir aber größtenteils selbst.“ Es sei schon immer so gewesen, „dass ich von mir selbst eigentlich immer mehr erwartet habe als andere“. Dass es mit dem WM-Titel für die Scuderia kurz- bis mittelfristig klappt, davon ist Vettel überzeugt: „Wenn ich das nicht wäre, dann hätte ich diesen Schritt nicht gemacht.“

Der größte und signifikanteste Unterschied zwischen seinem bisherigen Arbeitgeber Red Bull und Ferrari sei der, dass „in Maranello eben alles unter einem Dach gebaut wird. Motor, Chassis, alles aus einer Hand. Das hat viele Vorteile“, sagte Vettel. Und auch Nachteile: „Die Hessisch-Kenntnisse meiner Mechaniker halten sich in Grenzen.“

Vettel zum Alonso-Crash: "Sah nicht so dramatisch aus"

Vettel äußerte sich auch zu dem Unfall seines Ferrari-Vorgängers Fernando Alonso bei den Testfahrten in Barcelona. „Ich war direkt hinter ihm, als es passierte, aber zu weit weg, um genau sagen zu können, was passiert ist“, sagte Vettel: „Der Aufprall sah von weitem aber nicht so dramatisch aus.“

Dass Alonso seinem neuen Arbeitgeber McLaren-Honda beim Saisonstart am 15. März in Melbourne wegen der Nachwirkungen des Unfalls fehlen wird, findet Vettel „sehr bedauerlich, aber auch sehr vernünftig. Eine Gehirnerschütterung ist kein Spaß, da gilt es, jedes Risiko zu vermeiden“.

Das Wichtigste für ihn, so Vettel, sei ohnehin, „dass es Fernando gut geht. An Spekulationen über die Unfallursache möchte und werde ich mich auf gar keinen Fall beteiligen“.

SID

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