Sein Schicksal rührt die Welt

Ein Jahr nach dem Unfall: "Wie geht es Schumi?"

Michael Schumacher
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Archivbild: Michael Schumacher auf der Piste im Januar 2005.

Köln - Am 29. Dezember 2013 nahm das Leben von Michael Schumacher eine dramatische Wendung. Am Montag jährt sich der folgenschwere Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters zum ersten Mal.

Für einen Moment stand die Welt still. In diesem Augenblick, in dem aus Ahnung Gewissheit, in dem das Unmögliche Realität geworden war - und nach dem nichts mehr so sein sollte wie zuvor im Leben von Michael Schumacher. Der tragische Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters am 29. Dezember 2013 im französischen Meribel sorgte für Bestürzung und Fassungslosigkeit, aber auch rund um den Globus für eine Anteilnahme, die nie nachgelassen hat. „KeepFightingMichael“, kämpfe weiter - das war und ist das Motto aller Freunde und Fans des großen Sportlers und Familienvaters.

„Wie geht es Michael?“ - Wo immer die Formel 1 in diesem Jahr Station machte, tauchte diese Frage auf. Am Flughafen, im Hotel, im Taxi: Die Menschen wollten über ihn sprechen, in allen Sprachen, mit Händen und Füßen zum Ausdruck bringen, dass auch sie Anteil nehmen an seinem Schicksal, so wie sie seine Siege und Titel mit ihm gefeiert hatten, vor allem, als er im Ferrari saß. Michael Schumacher und die rote Göttin - der Mythos, die Legende machen ihn unsterblich.

Wie es Michael Schumacher wirklich geht, wissen nur die engsten Vertrauten - und die schweigen. „Michael macht Fortschritte, die der Schwere seiner Verletzung angemessen sind. Es wird ein schwerer und langer Weg“, sagte Sabine Kehm vor rund einem Monat. Sie, die Managerin, spricht in der Öffentlichkeit für die Familie - wenn auch selten.

Geschuldet ist dies auch dem Medienhype in den ersten Tagen nach dem Unfall. Reporter und Kamerateams belagerten das Krankenhaus in Grenoble, in dem Schumacher nach zwei Operationen im Koma lag. Gerüchte machten die Runde, Ärzte mussten Pressekonferenzen geben. Schließlich bat Corinna Schumacher Anfang Januar eindringlich: „Verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe.“

Trotzdem wurde jede Einzelheit des schicksalhaften Tages untersucht und bewertet. Fuhr Schumacher zu schnell? Fuhr er, wo er nicht hätte fahren dürfen? Wer trägt die Schuld? Die Staatsanwaltschaft Albertville trug alle Fakten und Zeugenaussagen zusammen, sah sich die Bilder von Schumachers Helmkamera an, untersuchte Skier, Bindung, den zerstörten Helm - und kam schließlich zu einem nüchternen Ergebnis: Michael Schumacher hatte einfach unfassbares Pech. Er, der bei mehr als 300 Rennen in der Formel 1 von schlimmen Unfällen verschont geblieben war, stürzte beim entspannten Skifahren mit Familie und Freunden unglücklich, schlug auf einen Felsen und zog sich dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu.

Michael Schumacher: Bilder seiner unglaublichen Karriere

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Es sollten nach dem Unfallbericht noch Wochen vergehen, bis es die ersten Nachrichten gab, die ein wenig Hoffnung versprachen. Bereits Ende Januar wurde die Aufwachphase eingeleitet, doch erst Mitte Juni hieß es dann offiziell: Michael ist nicht mehr im Koma. Schumacher wurde für Rehabilitationsmaßnahmen von Grenoble nach Lausanne verlegt - und durfte im September schließlich in sein eigenes Haus am Genfer See zurückkehren.

Dort kämpft er um die Rückkehr in ein normales Leben, unterstützt von seiner Familie und vermisst von seinen Freunden. „Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dir heute persönlich diesen Preis überreichen zu können. Du hast als Mensch, aber auch als Sportler Großes erreicht“, sagte der viermalige Champion Sebastian Vettel in seiner Laudatio bei der Bambi-Verleihung im November über den Preisträger, der auch ein Jahr nach jenem schicksalhaften Moment einen festen Platz in den Herzen und Gedanken vieler Menschen hat.

SID

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