Malli schnürt Doppelpack

Trainerlose Leverkusener gehen in Mainz baden

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Mainz feiert: Yunus Malli (l., mit Jairo) schießt die 05er zum Heimsieg über Leverkusen.

Mainz - Dank Yunus Malli meldet sich der 1. FSV Mainz 05 endgültig im Kampf um die Champions-League-Plätze an. Der Türke trifft beim Sieg über Bayer Leverkusen doppelt.

Kein Trainer, kein Konzept, keine Punkte: Ohne ihren gesperrten Coach Roger Schmidt mussten die Planlos-Profis von Bayer Leverkusen einen herben Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze hinnehmen. Drei Tage nach dem Achtelfinal-Einzug in der Europa League unterlag die Werkself am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:3 (0:2) beim 1. FSV Mainz 05.

Yunus Malli (14. und 58./Handelfmeter) und Jhon Cordoba (32.) trafen für die seit sechs Heimspielen ungeschlagenen Mainzer. Damit zog der FSV (36 Punkte) in der Tabelle sogar an Leverkusen (35) vorbei. Daran änderte auch das Tor von Javier "Chicharito" Hernandez (65.) nichts. Schmidt erlebte die Pleite in einer Loge der Mainzer Arena.

Der Coach fehlte seinem Team in Mainz zum ersten Mal aufgrund seines Innenraumverbots für drei Partien. Mit dieser Strafe war der Trainer für sein aufsehenerregendes Fehlverhalten im zurückliegenden Punktspiel gegen Borussia Dortmund (0:1) belegt worden. Anstelle von Schmidt erlebte Ex-Profi Markus Krösche seine Premiere als Bayer-Coach.

Schmidt verpasst zwei weitere Spiele

Schmidt wird auch gegen Werder Bremen und beim FC Augsburg nicht an der Seitenlinie stehen. Während der Spiele gilt eine strikte Kontaktsperre zum Team. Das Innenraumverbot beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff.

Vor 26.557 Zuschauern hatten die stark beginnenden Gastgeber in der 13. Minute gleich zwei große Chancen zur Führung. Doch weder Malli noch Cordoba brachten den Ball im Tor unter. Lange ärgern musste sich das Team von Trainer Martin Schmidt aber nicht. Nur eine Minute später machte es der umworbene Deutsch-Türke Malli besser und erzielte per Heber sein neuntes Saisontor - es war sein erster Treffer in der Rückrunde.

Erst nach dem Rückstand kamen die Gäste, bei denen Stefan Kießling, Kyriakos Papadopoulos, Ömer Toprak, Lars Bender und Kevin Kampl fehlten, so richtig ins Spiel. Bayer drängte auf den Ausgleich, die Mainzer Defensive hielt trotz einiger Wackler.

Dann nutzte der FSV, der ohne Stefan Bell, Pierre Bengtsson, Emil Berggreen und Yoshinori Muto auskommen musste, die offensive Ausrichtung der Gäste und schlug zum zweiten Mal zu. Der Kolumbianer Cordoba erzielte sein zweites Bundesligator. Bei dem Gegentreffer sah Bayer-Keeper Bernd Leno nicht besonders gut aus. 

Danach brannte es mehrfach lichterloh im Strafraum der verunsicherten Leverkusener. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause war Bayer noch gut bedient.

Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst nicht viel. Von Leverkusen war nichts zu sehen, Mainz kontrollierte das Geschehen, Cordoba hätte eigentlich treffen müssen (57.). Doch wieder dauerte es nur eine Minute, bis das Tor fiel. Malli traf per Strafstoß. Zuvor hatte der eingewechselte Tin Jedvaj einen Malli-Schuss mit der Hand geblockt. 

Der Treffer des Mexikaners Hernandez kurz darauf auf der Gegenseite fiel aus dem Nichts. Im Anschluss bemühte sich Bayer um den Anschluss.

sid

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