2:0 gegen Hannover: Gladbach auf Kurs Champions League

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Mönchengladbachs Patrick Herrmann (l) jubelt mit Oscar Wendt über sein Tor zum 1:0. Foto: Bernd Thissen

Auch Hannover 96 ist kein Stolperstein für Mönchengladbach. Beim 2:0 gelingt der Borussia der sechste Liga-Heimsieg nacheinander. Immer besser in Fahrt kommt im Fohlen-Dress Patrick Herrmann.

Mönchengladbach (dpa) - Patrick Herrmann hat Borussia Mönchengladbach der Champions-League-Teilnahme ein großes Stück näher gebracht. Mit seinen Saisontreffern sieben und acht (43./75. Minute) stellte der 24-Jährige den verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Hannover 96 sicher.

Durch den sechsten Heimsieg nacheinander vor 49 134 Zuschauern festigte die Elf von Lucien Favre zum Abschluss des 25. Spieltags ihre Position als dritte Kraft in der Fußball-Bundesliga. Trotz der jüngsten Negativserie von neun Partien ohne Erfolg beträgt Hannovers Vorsprung auf Relegationsrang 16 unverändert vier Punkte. Die Niedersachsen bleiben in diesem Jahr weiter ohne Sieg.

"Ich muss der Mannschaft ein großes Lob machen, denn der Druck war heute da, weil wir jetzt schwere Aufgaben vor der Brust haben. Das hat die Mannschaft gut gelöst und hochverdient gewonnen", sagte Borussia-Sportdirektor Max Eberl im TV-Sender Sky. Der nächsten Partie bei Spitzenreiter Bayern München blickt Eberl gelassen entgegen. "Wir werden jetzt keine Kampfansage machen, aber wir wollen es den Münchnern richtig schwer machen." Gefrustet waren die Gäste. "Das war phasenweise zu wenig. Wir werden weiter hart arbeiten, irgendwann kommt der Erfolg wieder", meinte Edgar Prib.

Das 50. Bundesliga-Duell zwischen beiden Teams stand von Beginn an im Zeichen der Borussia, die sich allerdings gegen sehr defensiv eingestellte Niedersachsen lange Zeit schwertat. Die seit dem 16. Dezember in der Liga erfolglosen Hannoveraner stemmten sich den erwarteten Gladbacher Angriffswellen mit einer Fünfer-Abwehrkette entgegen. Da gab es für die Borussen nur selten ein Durchkommen, zumal die Favre-Elf im Aufbau häufig die Kreativität und das nötige Tempo vermissen ließ.

Das Tor von Ron-Robert Zieler geriet vor der Pause vor allem durch Distanzschüsse in Gefahr. Doch Granit Xhaka (10.) und Raffael (23./32.) zielten jeweils vorbei oder drüber. Beim Flachschuss von Max Kruse (30.) war der Nationalkeeper auf dem Posten. Erst zwei Minuten vor der Pause war der Bann gebrochen, als Herrmann eine scharfe Hereingabe von Thorgan Hazard über die Linie drückte.

Die Hoffnungen von 96-Trainer Tayfun Korkut auf eine Trendwende erfüllte sich nicht, weil von Hannover im Spiel nach vorne so gut nichts zu sehen war. Der als einzige Spitze aufgebotene Joselu erhielt aber auch kaum verwertbare Bälle. In der 48. Minute gab der Spanier den ersten gezielten Schuss auf das Tor von Yann Sommer ab, der vor der Pause praktisch beschäftigungslos blieb.

Dieser Versuch weckte die Niedersachsen kurzzeitig aus ihrer Lethargie, auch weil bei der Borussia die Konzentration merklich nachließ. Beim Kopfball von Salif Sane bewahrte Sommer seine Mannschaft mit toller Parade sogar vor dem drohenden Ausgleich (53.). Erst nach gut einer Stunde bekamen die Gladbacher das Heft wieder in die Hand und erspielten sich Chancen, den Vorsprung auszubauen.

Die größte vergab zunächst Herrmann, der in der 67. Minute nach einer Hereingabe von Raffael aus kurzer Distanz an Zieler scheiterte, ehe er es wenig später besser machte. Den von Kruse aufgelegten Ball brauchte Herrmann aus zwei Metern nur noch über die Linie zu schieben. Damit zeichnete sich Kruse wenigstens als Vorbereiter aus. Seine letzten beiden Bundesliga-Tore aus dem Feld heraus beim 3:0-Erfolg in Hannover am 18. Oktober erzielt. Seitdem war er nur noch vom Elfmeterpunkt erfolgreich. Die Abwehr der Borussen hielt das zu Null bis zum Ende und ist nun seit 399 Minuten ohne Heim-Gegentor.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 62,3 - 37,7

Torschüsse: 23 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 56,8 - 43,2

Fouls: 14 - 15

Ecken: 2 - 5

Quelle: optasports.com

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