2. Liga: Dresden zittert weiter

Paderborn hat Aufstieg selbst in der Hand

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Mahir Saglik vom SC Paderborn.

Paderborn - Der SC Paderborn ist der große Gewinner des 32. Spieltags in der 2. Bundesliga und hat nach dem Sieg gegen Sandhausen den Aufstieg selbst in der Hand. Im Keller muss Dynamo Dresden weiter zittern.

Schlusslicht Energie Cottbus endgültig am Boden, zwei weitere Teams in akuter Not und Hochspannung im Aufstiegskampf: Während nach dem 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga unmittelbar hinter dem bereits feststehenden „Meister“ 1. FC Köln der SC Paderborn als neuer Zweiter beste Aussichten genießt, ist auch im Tabellenkeller die erste Entscheidung gefallen. Dabei muss Cottbus für die 3. Liga planen, Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld kämpfen wohl nur noch um den Relegationsrang 16.

„Es gibt ein paar gute Einzelspieler, aber kaum einer hat sich den Arsch aufgerissen. Sie wollten Fußball spielen, aber der unbedingte Wille zum Sieg hat gefehlt“, sagte Cottbus' Trainer-Urgestein Eduard Geyer dem SID nach der 1:3 (0: 2)-Niederlage beim FSV Frankfurt. Auch der ehemalige Klubpräsident Dieter Krein ging angesichts der dürftigen Leistung mit der Mannschaft hart ins Gericht. „Es war furchtbar, was die sich in Frankfurt zusammengestochert haben. Eigentlich hätten sie sechs Stück kassieren müssen. Aber jetzt hört wenigstens das Gerede von “noch eine letzte Chance' auf„, sagte Krein dem SID.

Die Lausitzer liegen bei noch zwei ausstehenden Spielen sechs Zähler hinter dem Tabellen-17. Bielefeld, das sich seinerseits einen Punkt hinter Dresden befindet. Weil beide Mannschaften am letzten Spieltag aufeinandertreffen, könnte in einem echten Endspiel der zweite direkte Absteiger ermittelt werden. Dresden kam am Sonntag gegen den Karlsruher SC, der sich nur noch leise Hoffnungen auf den direkten Durchmarsch in die Bundesliga machen darf, nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.

So hatte lediglich Bielefeld durch das 4:1 (3:0) beim VfL Bochum bereits am Freitag Mut für den Saisonendspurt geschöpft. `Das war ein eindrucksvolles Lebenszeichen. Großes Kompliment an unsere Mannschaft“, sagte Bielefelds Trainer Norbert Meier. Abwehrspieler Thomas Hübener ergänzte. „Das war eine verdammt schwierige Woche, aber wir waren von der ersten Minute an geschlossen. Der Abstieg ist noch nicht entschieden.“

Entschieden ist im Aufstiegsrennen bis auf die Zweitligameisterschaft des 1. FC Köln, der nur zu einem 1:1 (0:1) beim FC Ingolstadt kam, ebenfalls noch nichts. Die besten Chancen auf den zweiten Platz und den damit verbundenen direkten Aufstieg besitzen nun die Paderborner, die den SV Sandhausen 2:0 (0:0) bezwangen und mit 56 Zählern die SpVgg Greuther Fürth (54) überholten.

Die Franken hatten bereits am Freitag gepatzt und gegen 1860 München 1:2 (1:1) verloren. „Wir werden ganz sicher wieder aufstehen. Es sind noch sechs Punkte zu vergeben und wir werden versuchen diese zwei Spiele mit aller Macht zu gewinnen“, sagte Fürths Trainer Frank Kramer.

Durch die Niederlage müssen die Kleeblätter nun auch wieder den 1. FC Kaiserslautern fürchten, der mit einem Sieg zum Abschluss des Spieltags am Montag (20.15 Uhr/Sport1) bei Union Berlin bis auf einen Zähler heranrücken kann.

Keine Chancen mehr auf den Aufstieg besitzt der 1. FC St. Pauli nach dem 0:3 (0:1) gegen den VfR Aalen, ebenso wie Fortuna Düsseldorf trotz der Siegesserie mit Interimscoach Oliver Reck. Unter der Regie des eigentlichen Torwarttrainers, der Chefcoach Lorenz-Günther Köstner (Nervenblockade im Nackenbereich) vertritt, feierte die Fortuna mit dem 4:0 (2:0) gegen Erzgerbirge Aue den vierten Erfolg nacheinander. Auch Union bleibt im Falle eines Sieges gegen Kaiserslautern abgeschlagen - Trainer Uwe Neuhaus muss deshalb nach sieben Jahren seinen Stuhl bei den Eisernen räumen.

sid

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