2. Bundesliga am Samstag

Union gibt 3:1 aus der Hand - Achtungserfolg für MSV

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Sechs Tore gab es in der spannenden Partie zwischen Union und Nürnberg zu bestaunen.

München - Union und Nürnberg liefern sich an der Alten Försterei ein verrücktes Spiel - der SC Freiburg lässt beim abstiegsbedrohten MSV Duisburg Punkte liegen - die 2. Bundesliga vom Samstag im Überblick:

Union Berlin - 1. FC Nürnberg 3:3 (1:1)

Union Berlin hat einen Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg leichtfertig vergeben. Die „Eisernen“ mussten sich trotz einer 3:1-Führung gegen den Club mit einem 3:3 (1:1) begnügen. Patrick Erras gelang in einem spektakulären Spiel per Abstauber nach einem Latten-Freistoß von Danny Blum der Ausgleichstreffer für die Gäste in der 75. Minute.

Union (15 Punkte) schaffte es nicht, dem überraschenden Auswärtssieg beim 1. FC Heidenheim (2:0) einen weiteren Dreier folgen zu lassen. Unter dem neuen Trainer Sascha Lewandowski gelangen dem Tabellen-13. nur elf Punkte aus neun Spielen. Der Tabellenzehnte aus Nürnberg wartet seit sechs Spielen (fünf Unentschieden) auf einen Sieg und verpasste es mit nun 18 Punkten, Kontakt zum oberen Drittel zu knüpfen.

Vor 21.552 Zuschauern unterlief dem Berliner Toni Leistner in der fünften Minute ein Eigentor zur Gästeführung. Bobby Wood (21.) gelang der Ausgleich für Union nach einem Patzer von Club-Torwart Thorsten Kirschbaum. Nach der Pause drehten Steven Skrzybski (54.) und Roberto Puncec (58.) mit ihren Treffern die Partie. Alessandro Schöpf (66.) und Erras konterten aber für die Nürnberger.

Die Gäste hatten den besseren Start erwischt, nach den schnellen Toren entwickelte sich zwar kein hochklassiges, aber hart umkämpftes und spannendes Duell, in dem Union nach der Pause zunächst die Oberhand gewann. In den entscheidenden Minuten leistete der Club den Gastgebern aber auch unfreiwillige Hilfe.

Beim 2:1 durfte der starke Skrzybski nach einem Solo von Wood aus gut 18 Metern sträflich freistehend schießen. Beim 3:1 hinderten gleich zwei Nürnberger Abwehrspieler Puncec nicht entschieden genug am Kopfball. Immerhin kämpfte der Club weiter und kam nicht unverdient noch zum Unentschieden.

MSV Duisburg - SC Freiburg 1:1 (1:0)

Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg hat beim Debüt seines neuen Trainers Ilja Grujew einen Achtungserfolg gegen den neuen Tabellenführer verbucht. Die Zebras erkämpften dank einer verbesserten Defensive gegen den nun seit drei Spielen sieglosen SC Freiburg ein 1:1 (1:0). Dem SCF reichte der Punkt, um zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze zu erobern.

Nach dem 1:0 durch Thomas Bröker hoffte der MSV vor 15.311 Zuschauern sogar auf seinen erst zweiten Saisonsieg im 14. Liga-Spiel, doch Amir Abrashi (62.) gelang in der 62. Minute der Ausgleich. Der Duisburger Thomas Meißner sah in der 82. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Grujew hatte unter der Woche auf der MSV-Bank Gino Lettieri ersetzt, der nach dem 0:1 bei 1860 München entlassen worden war.

Die Gäste aus dem Breisgau waren zunächst eine halbe Stunde lang spielbestimmend, sie hatten mehr Ballbesitz und auch die besseren Chancen: Maximilian Philipp (17.) beispielsweise schlenzte den Ball an den linken Torpfosten. Ansonsten tat Ilja Grujew, was ein neuer Trainer als Sofortmaßnahme tun kann: Er setzte auf eine stabilisierte Defensive und gelegentliche Vorstöße, die lange jedoch nicht mehr als Fernschüsse hervorbrachten.

Das änderte sich mit Brökers schmeichelhaftem Führungstreffer nach Vorarbeit von Victor Obinna. Der MSV wollte nun vielleicht zu viel und wurde dabei kalt erwischt: Als der SC Freiburg durch Abrashis unhaltbaren Schuss zurückgeschlagen hatte, übernahm er auch wieder die Spielkontrolle.

sid

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