Zweitligaspiele am Ostersonntag

Ingolstadt und Darmstadt marschieren

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Leon Balogun (l.) traf für Darmstadt zum 2:0 gegen Bochum.

München - Sechs Zweitligapartien standen am Ostersonntag auf dem Programm: Während Aue im Abstiegskampf einen Big Point landet, untermauern Ingolstadt und Darmstadt ihre Aufstiegsambitionen - die Zusammenfassung:

FC Ingolstadt - FSV Frankfurt 2:0 (1:0)

Der FC Ingolstadt hat seine Aufstiegsambitionen in der 2. Bundesliga untermauert. Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FSV Frankfurt feierten die Oberbayern am Ostersonntag ihren ersten Heimsieg im Jahr 2015 und hielten an der Tabellenspitze ihre Verfolger auf Distanz. Die Tore vor 9926 Zuschauern erzielten Verteidiger Benjamin Hübner (22. Minute) sowie Lukas Hinterseer (58.). Für die Gäste aus Frankfurt war es die erste Niederlage im neuen Jahr.

Nach einer mühsamen Anfangsphase wirkte der FCI nach dem Führungstor sichtlich beflügelt. Nur wenige Minuten nach dem 1:0 durch Hübners Kopfball nach einer Ecke wurde dem Tabellenführer ein regulärer Treffer durch Stefan Lex (25.) wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt. Vor der Pause traf Mittelfeldspieler Alfredo Morales (43.) zudem die Latte.

Im zweiten Durchgang legte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl nach und belohnte sich mit Hinterseers Treffer für den Aufwand. Der FSV konnte sich bei Torwart Patric Klandt bedanken, dass die Niederlage am Ende nicht höher ausfiel.

SV Darmstadt 98 - VfL Bochum 2:0 (1:0)

Darmstadt 98 bleibt weiter in der Verlosung um die Aufstiegsplätze . Gegen den VfL Bochum gewannen die Lilien 2:0 (1:0) und behaupteten mit 48 Punkten Relegationsplatz drei hinter Tabellenführer FC Ingolstadt (52) und dem 1. FC Kaiserslautern (49). Romain Bregerie (22.) und Leon Balogun (78.) trafen für die Gastgeber.

Vor 16.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor zeigten die Gastgeber sofort, in welche Richtung es gehen soll. Balogun setzte seinen Kopfball nach 13 Minuten nur knapp über die Latte, ehe Bregerie das engagierte Spiel der Gastgeber belohnte. In der Folge verpasste es die Elf von Trainer Dirk Schuster jedoch, aus ihrer Überlegenheit noch mehr Kapital zu schlagen, sodass es zur Pause bei dem für Bochum schmeichelhaften knappen Zwischenstand blieb.

Nach der Pause entwickelte sich ein offeneres Spiel. Darmstadt-Torwart Christian Mathenia hielt stark gegen Nicolas Abdat (46.) und Marco Terrazzino (62.). Auf der Gegenseite verhinderte zunächst der Pfosten das 2:0 durch Marcel Heller (60.), ehe Balogun erfolgreich war.

VfR Aalen - Karlsruher SC 2:2 (1:0)

Der Karlsruher SC hat im Kampf um den Aufstieg einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Tabellenvierte der 2. Liga büßte mit dem 2:2 (1:0) beim abstiegsgefährdeten VfR Aalen am Ostersonntag wichtige Punkte ein. Torjäger Rouwen Hennings (2. Minute) und Ilijan Micanski (64.) brachten den KSC zweimal in Führung. Aber der zweifache Torschütze Jürgen Gjasula (54./Foulelfmeter/65.) rettete dem VfR einen Zähler.

Die Karlsruher taten im schwäbisch-badischen Duell vor 7700 Zuschauern in der Scholz-Arena zu wenig, um sich gegen die nie resignierenden, aber insgesamt biederen Aalener durchzusetzen. Das Team von Trainer Markus Kauczinski war zwar spielerisch besser, zeigte aber zu wenig Durchschlagskraft vor dem Tor. Letztendlich hatte der KSC sogar Glück, weil Andreas Ludwig nur die Latte traf (17.). Der Aalener Offensivakteur holte auch den Elfmeter heraus: Reinhold Yabo hatte ihn gefoult.

RB Leipzig - 1. FC Nürnberg 2:1 (0:1)

RB Leipzig hat sich dank seiner Heimstärke die Minimalchance auf den Durchmarsch in die Bundesliga erhalten. Nach einem Rückstand gewann der Aufsteiger am Sonntag in der 2. Liga 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Yordi Reyna (46. Minute) und Dominik Kaiser (76.) mit einem wuchtigen Distanzschuss sorgten für den achten Heimsieg und den Sprung auf Platz sechs. Vor 30 479 Zuschauern hatte Guido Burgstaller Nürnberg in der 29. Minute nach einem Freistoß per Kopf in Führung gebracht.

Leipzig spielte in der ersten Halbzeit in der Abwehr ungeordnet und nach vorn ideenlos. Die Nürnberger hingegen erspielten sich viele Chancen. Weil aber RB-Torhüter Fabio Coltorti mehrfach glänzend parierte, brauchten die Franken einen Standard fürs 1:0. Danach steckte Nürnberg zurück, doch bis zur Pause kam Leipzig zu keiner zwingenden Torchance. Ganz anders nach Wiederanpfiff: Nach einem sehenswerten Angriff erzielte Reyna mit seinem ersten Zweitliga-Tor den Ausgleich. Die nun wesentlich aggressiveren Gastgeber bewiesen ihre Offensivqualitäten und erkämpfen so den Erfolg.

TSV 1860 München - Erzgebirge Aue 0:1 (0:1)

Mit einem Sieg beim TSV 1860 München hat sich der FC Erzgebirge Aue wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der 2. Bundesliga gesichert. Die Sachsen gewannen am Sonntag mit 1:0 (1:0) und rückten bis auf einen Punkt an die „Löwen“ heran. Den Treffer vor 20 300 Zuschauern in der Münchner Arena erzielte Romario Kortzorg bereits in der fünften Minute. Mit erst zwei Heimsiegen bleibt der TSV damit das schlechteste Heimteam der 2. Bundesliga.

Kortzorgs Treffer nach Vorlage von Stefan Mugosa bedeutete einen frühen Rückschlag für die Gastgeber. Wenige Minuten vor der Halbzeit hatte Mugosa (37.) eine große Kopfballchance, vergab diese aber leichtfertig. Zuvor hatte schon Korbinian Vollmann (34.) eine Gelegenheit per Kopf ausgelassen.

Nach der Pause wurden die „Löwen“ stärker. Einen Kopfball von Daniel Adlung (47.) konnte Aue-Keeper Martin Männel gerade noch aus dem Toreck kratzen. Später verpasste Rodri (67.) den Ausgleich, als er aus kürzester Distanz über das Tor der Gäste schoss. Die Gastgeber versuchten viel, wurden aber für ihre Mühen nicht belohnt.

SV Sandhausen - 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)

Der SV Sandhausen und Union Berlin haben eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. Im direkten Duell trennten sich beide Klubs am 27. Spieltag nach gleich zwei Eigentoren 1:1 (1:0) und sind bei acht bzw. zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiterhin nicht alle Abstiegssorgen los.

Sandhausen ging durch ein kurioses Selbsttor von Berlins Christopher Trimmel (6.) in Führung, den Ausgleich stellte Timo Achenbach (51.) ebenfalls mit einem Treffer ins falsche Gehäuse her und bewahrte Union damit vor der fünften Auswärtspleite in Serie.

5318 Zuschauer im Sandhäuser Hardtwaldstadion sahen eine schwache Begegnung, in der Trimmels unfreiwillig komischer Treffer der einzige Aufreger vor der Pause war. Nach einer Flanke von Manuel Stiefler missglückten die Rettungsversuche von Trimmel und Toni Leistner völlig, von Trimmels Knie sprang der Ball ins Tor. Auch am zweiten Eigentor war Trimmel beteiligt: Die scharf geschossene Ecke des Österreichers köpfte Achenbach ins eigene Netz. Die Begegnung war nach der Pause etwas ansehnlicher, einen Sieger hatte sie allerdings nicht verdient.

dpa/sid

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