Bundesliga, 22. Spieltag

Gladbach siegt im Derby - Bayern dankt Müller

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln
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Dahoud (m.) jubelt über seinen Treffer gegen den 1. FC Köln.

München - Der FC Bayern marschiert in der Bundesliga weiter voran, muss aber gegen Aufsteiger Darmstadt lange warten, bis der Sieg feststeht. Borussia Mönchengladbach gewinnt das rheinische Derby. Die Samstagsspiele des 22. Spieltags.

Douglas Costa jubelt mit Thomas Müller.

Aufsteiger Darmstadt 98 hat Tabellenführer Bayern München, der am Dienstag im Achtelfinale der Champions League bei Juventus Turin antreten muss, einiges Kopfzerbrechen bereitet. Nach einem 0:1-Rückstand mühte sich der Rekordmeister dank eines Doppelpacks von Thomas Müller gegen die Lilien zu einem 3:1 (0:1).

Borussia Mönchengladbach gewann das Derby gegen den Lieblingsgegner 1. FC Köln mit 1:0 (1:0) und festigte den fünften Tabellenplatz. Hertha BSC und Pokalsieger VfL Wolfsburg trennten sich 1:1 (0:0).

Der Tabellenvorletzte 1899 Hoffenheim holte unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann durch das 3:2 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 den ersten Sieg. Bundesliga-Neuling FC Ingolstadt setzte sich gegen Werder Bremen 2:0 (1:0) durch.

In der Münchner Allianz Arena gingen die Darmstädter, die ohne fünf gelbgesperrte Akteure antraten, durch Ersatzkapitän Sandro Wagner (26.) in Führung. Erstmals kassierte Weltmeister-Torwart Manuel Neuer ein Kopfball-Gegentor in dieser Saison. Thomas Müller (49./71.) sorgte mit seinem 16. und 17. Saisontreffer für die Wende. Bei seinem zweiten Tor war er per Fallrückzieher erfolgreich. Der polnische Stürmerstar Robert Lewandowski (84.) machte mit Saisontor Nummer 22 alles klar.

Im Borussia-Park schoss Mahmoud Dahoud (9.) früh das 1:0 für die Gladbacher. Etwa 600 Fans des FC hatten vor dem Derby friedlich in Mönchengladbach demonstriert. „Wir sind sehr zufrieden. Der Einsatz verlief völlig störungsfrei“, sagte Polizeisprecher Willy Theveßen dem SID nach der Kundgebung im Stadtteil Rheydt. Nach etwa zwei Stunden fuhr der Großteil der Teilnehmer wieder mit dem Zug zurück nach Köln.

Die Kölner Anhänger demonstrierten gegen mehrere Einschränkungen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Dabei ging es unter anderem um Kollektivstrafen, personalisierte Eintrittskarten und eine Kontingentierung der Tickets.

Die Mainzer gingen in Sinsheim gegen Hoffenheim durch den Kolumbianer Jhon Cordoba (11.) in Führung. Nadiem Amiri (13.) glich für die Kraichgauer aus. Mark Uth (68./76.) markierte einen Doppelpack für die Nagelsmann-Elf zur Entscheidung. Jairo Samperio (78.) machte die Partie mit seinem Tor für die Mainzer noch mal spannend.

In Ingolstadt schafften die Schanzer durch Benjamin Hübner (12.) gegen den SV Werder das 1:0. Lukas Hinterseer (90., Foulelfmeter) stellte den Endstand her. Die Bremer haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Hoffenheimer auf Abstiegsrang 17.

Marcel Schäfer (53.) traf zur Führung für die Wölfe im Berliner Olympiastadion. Salomon Kalou (61.) markierte das 1:1. Die Herthaner verbesserten sich wieder auf Tabellenplatz drei.

Am Sonntag kann Bayer Leverkusen allerdings im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr) den dritten Platz mit einem Punktgewinn wieder übernehmen. Außerdem stehen sich am Sonntag Hannover 96 und der FC Augsburg sowie Schalke 04 und der VfB Stuttgart (beide 17.30 Uhr/alle Sky) gegenüber.

Am Freitagabend hatten sich Eintracht Frankfurt und der Hamburger SV nach schwachen 90 Minuten torlos getrennt. „Man hat schon gesehen, dass wir uns Gedanken über die Situation machen. Das ist halt eben so, wenn wir da unten drin stehen“, sagte Eintracht-Trainer Armin Veh.

sid

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