6. Bundesliga-Spieltag

Die Sieglosen suchen den ersten Dreier

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Andre Schubert übernimmt interimsweise in Mönchengladbach.

Drei Tage nach dem Favre-Schock will Gladbach die sechste Pleite in Folge mit Interimstrainer Andre Schubert verhindern. Auch Hannover und Stuttgart im Krisengipfel sowie Leverkusen nach drei Niederlagen ohne eigenes Tor sind zum Siegen verdammt.

Nach der Flucht von Lucien Favre soll Andre Schubert bei Borussia Mönchengladbach das Ruder herumreißen, im Krisengipfel zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart steigt für Michael Frontzeck und Alexander Zorniger der Druck: Drei Trainer stehen am Mittwoch (20 Uhr/Sky) besonders im Blickpunkt, wenn die Sieglosen den sechsten Anlauf auf den ersten Bundesliga-Dreier nehmen.

Interimscoach Schubert legte vor seinem Sprung ins kalte Wasser gegen den FC Augsburg das Kapitel Favre endgültig zu den Akten. „Wir sind alle schockiert über die Dinge, die passiert sind“, sagte der neue Hoffnungsträger über den unerwarteten Rücktritt des Schweizers: „Aber das ist abgehakt. Ab jetzt schauen wir nach vorn."

Schubert: "Wir sind keine Zauberer"

Nach dem Horror-Start mit fünf Niederlagen am Stück soll der bisherige U23-Coach den Sturz abbremsen, auch wenn die Aufgabe denkbar schwer wird. "Wir legen nicht die Hand auf und alles wird gut. Wird sind keine Zauberer“, sagte Schubert, der erst am Montag von seiner neuen Aufgabe erfahren hatte. Zeit zum Luftholen blieb da kaum.

Demonstrativ gelassen gab sich Frontzeck nach Hannovers Stotterstart mit nur einem Punkt aus fünf Spielen. „Ich bin positiver Dinge, dass wir den Bock in den nächsten Spielen umstoßen werden“, sagte der 51-Jährige vor dem Duell mit dem Tabellenvorletzten Stuttgart.

Den warnenden Hinweis seines Präsidenten Martin Kind, Fußball sei „Ergebnissport“, kommentierte Frontzeck cool: „Das ist nichts Neues, das ist mir bekannt.“ VfB-Coach Zorniger ist trotz fünf Niederlagen weiter selbstbewusst: „Ich hinterfrage mich, ich hinterfrage unser Spiel - aber ich zweifle nicht.“ Infrage stellt den neuen Trainer in Stuttgart noch niemand. Seine Mannschaft spielt ansehnlichen Fußball, trifft aber das Tor nicht.

Auch bei 1899 Hoffenheim hat Markus Gisdol trotz des Fehlstarts als einziger Erstligist ohne Pflichtspielsieg noch die absolute Rückendeckung der Bosse. „Wir führen keine Trainerdiskussion“, teilte Dietmar Hopp mit. Dass der Gegner ausgerechnet Borussia Dortmund ist, macht die Aufgabe nicht leichter.

Torflaute bei den Leverkusenern

Allerdings hat Gisdol gute Erinnerungen an den BVB: In einem, wenn nicht dem dramatischsten Spiel der 1899er Bundesliga-Historie hatten sich die Hoffenheimer vor knapp zweieinhalb Jahren in Dortmund in letzter Sekunde in die Relegation gerettet. Gisdol hatte das völlig verunsicherte Team damals erst kurz zuvor übernommen - und am Ende zum Klassenerhalt geführt.

342 Minuten ohne Torerfolg in der Bundesliga ist Leverkusen - die Tabellenspitze ist nur noch mit dem Fernglas zu sehen. Kein Wunder, dass Rudi Völler der Kragen platzte. „Seit dem zweiten Spiel nach der Länderspielpause sind wir in den Dornröschenschlaf gefallen“, monierte der Sportchef nach drei Pleiten in Folge: „Einige Spieler sind nicht in der Verfassung und haben nicht die Einstellung wie am Beginn der Saison.“

Ob der Weckruf des Weltmeisters von 1990 gehört wurde, zeigt sich im richtungweisenden Heimspiel gegen den FSV Mainz 05. Trainer Roger Schmidt klammerte Völler aus seiner Kritik ausdrücklich aus. Der Coach betonte: „Wir können das viel, viel besser. Das muss in die Köpfe rein.“

Die Sorgen ihrer Kollegen haben Andre Breitenreiter und Armin Veh nicht. Beim Duell Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt treffen zwei Teams aufeinander, die nach den ersten fünf Spielen im Soll sind.

SID

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