Auch Paderborn und HSV zittern

Abstiegskampf pur: VfB und BVB extrem gefordert

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Auf Huub Stevens wartet mit dem VfB eine schwere Aufgabe in Köln.

Düsseldorf - Der zweite Teil der ersten Englischen Woche wird vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Besonders stark stehen dabei Dortmund und Stuttgart im Fokus. Aber auch für Paderborn und den HSV ist die Lage prekär.

Jürgen Klopp und Huub Stevens haben es längst erkannt. Der Kampf gegen die drohende Zweitklassigkeit bedeutet fighten, den Gegner niederringen, Abkehr vom Champagner-Fußball. „Da muss die B-Note außen vor bleiben“, umschrieb BVB-Chefcoach Klopp die missliche Lage des Tabellenletzten aus Dortmund. Sein Stuttgarter Kollege Stevens forderte nach dem 0:1 gegen Mönchengladbach und dem neuerlichen VfB-Sturz auf einen direkten Bundesliga-Abstiegsplatz ein noch engeres Zusammenrücken.

Stevens kehrt nach Köln zurück

Klar ist: Dortmund gegen Europa-League-Aspirant FC Augsburg, Stuttgart beim 1. FC Köln, Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen sowie Neuling Paderborn und „Dino“ Hamburger SV im direkten Duell sind im zweiten Teil der Englischen Woche extrem gefordert. Punkte müssen her, egal wie. Denn die jüngsten Bilanzen sind wenig berauschend. In der Addition sind der BVB, die Hertha, der HSV und Aufsteiger Paderborn bereits 19 Bundesligaspiele sieglos.

Stevens, der zum 350. Mal in der Bundesliga auf der Bank sitzen wird, und der VfB haben bei der Rückkehr des Niederländers an dessen frühere Wirkungsstätte tendenziell gute Aussichten. Aufsteiger Köln ist bei nur einem Sieg sehr heimschwach, die Schwaben holten zwölf ihrer 17 Zähler auswärts und wiesen vor dem 19. Spieltag mit 16 die beste Trefferbilanz eines Gästeteams auf. Die psychische Verfassung spricht allerdings nicht unbedingt für den dringend nötigen Dreier. Stevens hofft auf rasche Besserung: „Gut ist, dass es nach einigen Tagen wieder ein Spiel gibt, auf das du dich voll konzentrieren und fokussieren musst.“

Viele Verletzte beim HSV

Noch fataler sind die Vorzeichen des Krisengipfels zwischen Paderborn und Hamburg. Der Aufsteiger wartet seit acht Partien auf einen Erfolg. André Breitenreiter hat die 0:5-Klatsche in Mainz besprochen und abgehakt. Nun fordert er mehr Einsatz und besseres Zweikampfverhalten. „Schönspielerei ist nicht gefragt“, sagte der SC-Trainer am Dienstag. Seinem Team aber stärkte er vehement den Rücken. „Und wenn wir die nächsten zehn Spiele verlieren, werde ich nicht den Stab über die Mannschaft brechen. Wir wissen, wo wir herkommen.“

Gegner HSV blieb zuletzt vier Spiele ohne Sieg und Tor und ist auf den Relegationsplatz zurückgefallen. Den Stürmern gelangen in neun Auswärtsspielen nur zwei Treffer. Zudem muss Coach Josef Zinnbauer auf Pierre-Michel Lasogga, Valon Behrami, Cleber, Dennis Diekmeier und Lewis Holtby verzichten.

Unter Druck stehen auch Hertha BSC und Bayer Leverkusen. Den Berlinern gelang in den zurückliegenden sechs Partien nur ein Erfolg, die Werkself fiel nach dem 0:0 gegen den BVB im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder zurück. „Ziel können nur drei Punkte sein. Die Konkurrenz hat am Wochenende ihre Hausaufgaben gemacht. Wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr leisten“, meinte Bayer-Torhüter Bernd Leno nach nur einem Dreier aus fünf Spielen.

Konstanter ist die Entwicklung in Bremen, seitdem Viktor Skripnik verantwortlich für die Werder-Profis ist. Seit November gab es fünf Siege, jüngst sogar zwei nacheinander (2:1 gegen Dortmund, 2:0 gegen Berlin). Der viermalige Meister hat seine Lage stetig verbessert. Kurios ist der Werdegang bei Gastgeber 1899 Hoffenheim. Seit dem 0:4 am zwölften Spieltag in München gab es im Wechsel Sieg und Niederlage. Logisch wäre jetzt ein dreifacher Punktgewinn gegen Werder, zumal Bremen seit dem 2:1 bei Skripniks Einstand am 1. November in Mainz auswärts ohne Erfolg blieb.

dpa

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