Lautern enttäuschte

Aufstiegsanwärter enttäuschen in 2. Liga

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Sandhausens Denis Linsmayer (links) und Stefan Kulovits (rechts) kämpfen mit Kaiserslauterns Karim Matmour um den Ball.

München - Vor dem Frankenderby zwischen Nürnberg und Fürth am Montag hat in der 2. Liga kein Verein seinen zweiten Saisonsieg feiern können. Lautern enttäuschte mit einem 1:1 in Sandhausen. Die Münchner „Löwen“ haben sogar weiterhin überhaupt keinen Zähler auf ihrem Konto.

Nach 180 Minuten in der 2. Fußball-Bundesliga ist nicht mal mehr der 1. FC Kaiserslautern verlustpunktfrei - die Aufstiegskandidaten offenbaren schon zum Saisonstart ihre Probleme. Die Pfälzer mussten sich am Sonntag mit einem enttäuschenden 1:1 beim SV Sandhausen begnügen. 1860 München kassierte durch das 0:3 gegen RB Leipzig sogar schon seine zweite Niederlage. Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig feierte beim 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim sein erstes Drei-Punkte-Erlebnis. Vorübergehend neuer Tabellenführer ist der VfL Bochum dank eines 5:1-Kantersieges bei Erzgebirge Aue.

Am Montagabend kann es der 1. FC Nürnberg im Frankenderby bei Greuther Fürth der Konkurrenz vormachen und seine Punkte vier bis sechs einfahren. Ein Erfolg zum Abschluss des zweiten Spieltages könne „einen richtigen Schub für die Saison geben. Wir wissen, dass wir unsere Fans glücklich machen können“, sagte Trainer Valérien Ismaël, der sich vom Nachbarschaftsduell eine Signalwirkung erhofft. Und Wiedergutmachung: Vor rund eineinhalb Jahren verloren die Nürnberger ihr bislang letztes Spiel gegen die Fürther Rivalen.

Der FCK tat gegen Sandhausen lange zu wenig für den zweiten Sieg. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss gelang Alexander Ring zwar die Führung, die Alexander Bieler aber ausglich. Die Münchner „Löwen“ enttäuschten noch mehr: Daheim fehlte es gegen Aufsteiger Leipzig an Klasse, um irgendwas zu holen. Yussuf Poulsen, Matthias Morys und Denis Thomalla trafen für in allen Belangen überlegenen Leipziger.

Nach dem Auftaktremis in Düsseldorf erfreuten die Braunschweiger Zweitliga-Rückkehrer dagegen ihre Anhänger mit dem ersten Saisonsieg. Der überragende Verteidiger Ken Reichel ließ seinem Treffer in der Vorwoche diesmal gleich einen Doppelpack folgen und schwingt sich zum neuen Torjäger bei den Niedersachsen auf. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es jetzt so weiterläuft. Ich kann mich nicht erinnern, dass es - auch nicht in der Jugend - schon einmal so bei mir war“, befand er. Von Trainer Torsten Lieberknecht gab's Lob für den 27-Jährigen: „Es zeigt, dass er zuhört und Mut hat, in diese Position zu kommen.“

Aufsteiger Darmstadt 98 war beim FC Ingolstadt dem zweiten Dreier ganz nahe - doch FCI-Joker Karl-Heinz Lappe rettete seinem Team in der dritten Minute der Nachspielzeit noch ein 2:2. Und das nach zweimaligem Rückstand. „Das späte Remis hat natürlich einen faden Beigeschmack, aber ich denke wir haben gezeigt, dass wir in der zweiten Liga angekommen sind“, befand Darmstadts Coach Dirk Schuster.

Für einen Paukenschlag sorgte Bochum in Aue. Fünf Tore - Kulttrainer Peter Neururer wusste hinterher, wem er die gelungene Dienstreise tief in den Osten zu verdanken hatte: „Wir haben nicht aufgrund einer überragenden Mannschaftsleistung gewonnen, sondern weil wir individuelle Klasse in unseren Reihen haben, wie sie etwa Simon Terodde und Stanislav Sestak verkörpern.“ Beide trafen gleich doppelt gegen lahme Sachsen, die jetzt mit null Punkten Letzter sind.

Immerhin einen Zähler hat der FC St. Pauli eingeheimst, nach dem 0:2 gegen den VfR Aalen ist die Stimmung allerdings ebenfalls bereits mies. „Das war unterirdisch und beschämend. So darfst du dich nicht präsentieren“, schimpfte Coach Roland Vrabec: „Solche Partien erwecken den Eindruck, als würden wir unter der Woche nichts machen.“ Die Konsequenz: Die Hamburger verzeichneten den schlechtesten Saisonstart seit sechs Jahren und stecken in der Tabelle unten drin.

dpa

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