Fehlstart? Reuter: "Nein"

FC Augsburg jetzt gegen Dortmund gefragt

Stefan Reuter
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Stefan Reuter.

Augsburg - Nach der Pokalpleite hat der FC Augsburg auch beim Bundesligastart eine Niederlage kassiert. Manager Stefan Reuter erwartet nun ausgerechnet gegen Dortmund eine Reaktion.

Die Frage nach dem Fehlstart lächelte Stefan Reuter einfach weg. „Nein“, antwortete der Manager des FC Augsburg im Anschluss an das 0:2 (0:2) zum Liga-Auftakt bei 1899 Hoffenheim völlig entspannt auf die etwas provokante Fragestellung. Dass der Weltmeister von 1990 damit die Fakten ignorierte, war Reuter offensichtlich egal: „So muss man sich eben in die Saison reinfighten.“

Genau das hat der FCA bisher aber nicht geschafft - weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal. Auch wenn es Reuter nicht wahrhaben wollte: Die bayerischen Schwaben haben ihren Saisonstart komplett in den Sand gesetzt. Und nach der Pleite in der ersten Pokal-Runde beim Viertligisten 1. FC Magdeburg (0:1) sowie der Niederlage im Kraichgau droht weiteres Ungemach - schließlich erwartet der Tabellenachte der Vorsaison am Freitag Borussia Dortmund.

Ausgerechnet gegen den Vizemeister wollen die Augsburger, die im bezahlten Fußball noch nie in Hoffenheim gewinnen konnten, die Wende schaffen. „Wir sollten mit Optimismus an die kommenden Aufgaben herangehen und mutig agieren“, äußerte Reuter, dessen Klub die dritte Liga-Auftaktpleite in Folge kassierte: „Ich bin optimistisch, dass wir in den nächsten Wochen in eine gute Verfassung kommen. Die Mannschaft hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie es kann.“

In der Vergangenheit standen allerdings noch andere Profis im FCA-Team. Die Abgänge der Stammkräfte wie Nationalspieler Andre Hahn haben der Mannschaft ganz offensichtlich weh getan. Das Team von Trainer Markus Weinzierl konnte sich kaum Chancen erarbeiten, bei den zwei Gegentoren leisteten die Augsburger zudem kräftig Schützenhilfe.

„Wir sind noch nicht in der Form der vergangenen Saison, so ehrlich muss man sein“, gestand Kapitän Paul Verhaegh, der vier Neuzugänge in der Startelf um sich herum hatte, offen ein: „Jeder einzelne Spieler muss sich steigern, das gilt auch für mich.“

Der niederländische WM-Dritte appellierte an seine Teamkollegen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. „Wir müssen das letzte Jahr vergessen. Wir fangen wieder bei Null an“, äußerte der Außenverteidiger: „Für uns ist jedes Bundesligaspiel schwer. Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, sonst wird es schwierig. Und diesmal war das zu wenig.“

Gegen Dortmund wollen es die Profis besser machen. „Zu Hause sind wir schon oft über uns hinausgewachsen“, sagte Offensivspieler Halil Altintop. Darauf hofft auch Reuter: „Die Spieler werden intensiv arbeiten, um in Form zu kommen. Und die Fans werden uns den Rückenwind verleihen, damit wir in die Erfolgsspur zurückkommen. `

In der Erfolgsspur sind die Hoffenheimer bereits. Vor 23.792 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sorgten Neuzugang Adam Szalai (33.) und Tarik Elyounoussi (35.) mit ihren Toren dafür, dass die Kraichgauer nach dem 9:0 im Pokal beim Oberligisten USC Paloma aus Hamburg perfekt aus den Startlöchern gekommen sind.

Die Hoffenheimer, die acht Neuzugänge für insgesamt 18 Millionen Euro geholt haben und deren Kader den sechsten Platz in der Marktwert-Tabelle belegt, gelten allem Anschein nach nicht zu Unrecht als Anwärter auf einen Platz im internationalen Wettbewerb. Die Fans waren sich bereits sicher: `Deutscher Meister wird nur die TSG...“

sid

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