Südkorea im Viertelfinale - Stielike trotzdem sauer

Das Südkorea-Team von Uli Stielike ist bereits im Viertelfinale. Foto: Lukas Coch
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Das Südkorea-Team von Uli Stielike ist bereits im Viertelfinale. Foto: Lukas Coch

Canberra (dpa) - Uli Stielike stürmte nach dem Abpfiff entnervt in die Kabine. "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Art, wie wir gespielt haben. Die Qualität unseres Spiels war sehr, sehr schlecht", entfuhr es dem Trainer der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft.

Zwar hatte seine ersatzgeschwächte Auswahl auch das zweite Spiel beim Asien-Cup gewonnen und dank des späteren 4:0-Erfolges von Australien gegen Oman gemeinsam mit dem Gastgeber frühzeitig das Viertelfinale erreicht. Doch wie ein Titelaspirant trat der WM-Vierte von 2002 am Dienstag beim 1:0-Erfolg gegen Kuwait in Canberra nicht auf.

"Mit so einer Leistung kommst du nicht weit in diesem Turnier", sagte auch Stielike und betonte: "Ich habe heute zwei gute Dinge gesehen: Erstens haben wir sechs Punkte nach zwei Spielen und zweitens sind wir nicht länger in der Favoritenrolle fürs Turnier."

Immer wieder war der 60-Jährige in der zweiten Halbzeit von seiner Bank aufgesprungen und hatte wild gestikulierend versucht, etwas Ordnung und Disziplin in das Defensivspiel seiner Profis zu bringen. Gleich auf sieben Positionen musste der frühere deutsche Nationalspieler sein Team im Vergleich zum 1:0 gegen Oman umbauen - was aber für die vogelwilde Vorstellung nach dem Wechsel nur bedingt als Entschuldigung taugte. Unter anderem fielen die beiden Bundesliga-Profis Heung-Min Son (Bayer Leverkusen) und Ja-Cheol Koo (FSV Mainz 05) sowie Stammtorwart Kim Jin Hyun wegen starker Erkältungen aus. Chung-Yong Lee und Chang-Soo Kim fehlten verletzt.

Und so mussten die Südkoreaner nach dem Tor von Tae Hee Nam (36. Minute) am Ende wie schon gegen Oman zittern. Anstatt den zweiten Treffer nachzulegen und das Spiel zu "killen", wie es Stielike gefordert hatte, ließen seine Akteure zu viele Chancen der tapferen Kuwaiter zu. Die größte vergab Ali Al Maqseed mit einem Lattenschuss.

Ganz anders dagegen traten die Australier auf. Dem 4:1 gegen Kuwait ließen die Socceroos ein 4:0 gegen Oman folgen und versetzten die heimischen Fans damit in Titel-Laune. In Sydney schossen Matt McKay (27.), Leverkusens Robbie Kruse (30.), Mark Milligan (45.+2/Foulelfmeter) und Tomi Juric (70.) nach Vorarbeit des Ingolstädter Zweitliga-Stürmers Mathew Leckie den überzeugenden Sieg heraus. Der Dortmunder Mitchell Langerak saß wieder nur auf der Bank.

Im direkten Duell am Samstag in Brisbane geht es nur noch um den Gruppensieg. "Unser wichtigstes Ziel ist jetzt die Erholung der Spieler", sagte Stielike und räumte unumwunden ein: "Wenn wir gegen Australien so spielen wie heute, haben wir keine Chance."

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