Ballack will Fußball erhalten bleiben

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Michael Ballack

Köln - Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack sieht seine Zukunft nach dem Karrierreende im Fußball. Zudem spricht er über das Champions-League-Finale seiner Ex-Klubs.

 „Fußball war mein Leben lang ein wichtiger Bestandteil. Es ist daher unwahrscheinlich, dass ich dem Fußball komplett den Rücken kehren werde“, sagte der ehemalige „Capitano“ im Interview mit dem Internetauftritt des Weltverbandes FIFA (fifa.com). Damit deutete der 35-Jährige, der nach dem Vertragsende bei Bayer Leverkusen wohl nach Nordamerika wechseln wird, erstmals weitere Pläne an. Ob er sich als Trainer, Sportdirektor oder in einer völlig anderen Funktion sieht, sagte er indes nicht.

Die Entwicklung der Nationalelf nach seiner Ausbootung sieht Ballack sehr positiv. „Ich denke, dass selten eine deutsche Mannschaft so gut vorbereitet und qualitativ so gut besetzt war wie die jetzige“, sagte der 98-malige Nationalspieler und sieht das DFB-Team auch als einen der großen Favoriten bei der EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli): „Sie wirkt sehr harmonisch, und sie präsentiert sich in einer ausgezeichneten Form, so dass sie natürlich zu den absoluten Top-Favoriten auf den Titelgewinn gehört.

Die deutsche Nationalelf sei „über die letzten Jahre zur absoluten Weltklasse herangereift“, sagte er: „Es rücken immer mehr und schneller jüngere Spieler nach, was bedeutet, dass der Trainer natürlich auf ein großes Angebot an Top-Talenten zurückgreifen kann. Das zeigt sich auch an der Qualität der jetzigen Nationalmannschaft.“

Auf die Frage nach einem Geheimfavoriten für die EM antwortete Ballack: „Frankreich hat mich zuletzt im Spiel gegen Deutschland sehr beeindruckt. Es gilt auch abzuwarten, wie sich die beiden Gastgeber präsentieren, die meines Erachtens auch eine Geheimfavoritenrolle innehaben.“

Zudem erklärte er Bayern München für das Duell seiner Ex-Vereine am Samstag gegen den FC Chelsea um die Champions-League-Krone erneut zum Favoriten. „Es ist vor allem ein emotionaler Vorteil, im eigenen Stadion zu spielen“, sagte er und gab zu bedenken, „dass die Ausfälle bei Chelsea schwerwiegender sind als die des FC Bayern. Bei Chelsea fällt die komplette Innenverteidigung und das defensive Mittelfeld aus. Dies kann auch ein Verein wie der FC Chelsea nur schwer kompensieren.“

sid

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