Bayer gewinnt 55. Westderby mit 5:1 gegen Köln

Karim Bellarabi (2. v. l.) erzielte in der 26. Minute den Ausgleich für die Leverkusener. Foto: Federico Gambarini
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Karim Bellarabi (2. v. l.) erzielte in der 26. Minute den Ausgleich für die Leverkusener. Foto: Federico Gambarini

Leverkusen (dpa) - Aus der Bayer-Kabine schallte laute Musik. Die Leverkusener hatten nach dem 5:1 (1:1)-Kantersieg im 55. Westderby gegen den 1. FC Köln ordentlich etwas zu feiern.

Auch die Bayer-Fans unter den 30 100 Zuschauern in der ausverkauften Arena waren nach dem wenig ruhmreichen 0:1 im Champions-League-Spiel gegen AS Monaco wieder versöhnt. "Das war ein rundum schöner Tag", sagte Leverkusens Vereinschef Michael Schade nach dem Erfolg im Prestigeduell. Dagegen war Kölns Trainer Peter Stöger nach der Klatsche bedient und äußerte die Hoffnung: "Ich hoffe, das war einmaliges Erlebnis."

Die Gäste waren durch einen Foulelfmeter von Matthias Lehmann (4. Minute) in Führung gegangen. Das 1:1 gelang Karim Bellarabi (26.). Mit einem Freistoß in den Torwinkel sorgte Hakan Calhanoglu (61.) für das 2:1. Der eingewechselte Josip Drmic schoss die Tore zum 3:1 (79.) und 4:1 (88.). Den Endstand markierte Bellarabi (90./+1). "Der Sieg geht in der Höhe in Ordnung", befand Bayer-Coach Roger Schmidt.

Die Leverkusener wollten im Prestigeduell mit den Domstädtern das 0:1 drei Tage zuvor gegen die Monegassen vergessen machen. Doch das Spiel, das durch Farb-Attacken und Drohungen gegen FC-Geißbock Hennes angeheizt worden war, begann mit einem Schock für die Gastgeber: In der vierten Minute lief Lehmann in den Strafraum, versuchte Bayer-Keeper Bernd Leno auszuspielen und wurde von ihm zu Fall gebracht. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied ohne Zögern auf Elfmeter, zückte aber nur die Gelbe statt der Roten Karte.

Die Bayer-Profis bestimmten danach die Partie, produzierten aber viele Fehlpässe und fanden kein Durchkommen durch die Kölner Abwehr. Auch die Verteidigung, in der die verletzten Giulio Donati und Ömer Toprak fehlten, ließ sich davon anstecken. In der 15. Minute sorgte eine Kopfball-Rückgabe von Bayer-Profi Emir Spahic für Gefahr und Gesprächsstoff: FC-Stürmer Anthony Ujah jagte dem Ball hinterher und wurde im Strafraum von Leno zu Fall gebracht. Für Stöger war das ein Elfmeter und Lenos Attacke beim ersten Strafstoß Rot wert: "Mit einem 2:0 und einem Gegner in Unterzahl hätten wir es einfacher gehabt."

Die Leverkusener mühten sich weiter, eine Lücke in Kölns Abwehr zu finden. Aber erst eine Standardsituation führte zum Erfolg: Einen 25-Meter-Schuss von Calhanoglu (26.) konnte Kölns Torwart Timo Horn nicht festhalten, Nationalspieler Bellarabi schoss aus Nahdistanz zum 1:1 ein.

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich das Spiel eher zäh. Bayer drängte, aber Köln verteidigte geschickt, ohne selbst noch Akzente in der Offensive zu setzen. In der 61. Minute versuchte Mergin Mavraj kurz vor dem eigenen Strafraum 04-Mittelfeldakteur Son den Ball abzujagen, traf den Südkoreaner jedoch an der Stirn. Den fälligen Freistoß zirkelte Calhanoglu mit einem Kunstschuss ins Tor - es war der siebte direkt verwandelte Freistoß seiner Karriere.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 61,9 - 38,1

Torschüsse: 25 - 5

gew. Zweikämpfe in %: 48,4 - 51,6

Fouls: 15 - 9

Ecken: 7 - 3

Quelle: optasports.com

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