Wegen Insolvenz von Ex-Trikotsponsor

Bayer Leverkusen zahlt 13 Millionen Euro zurück

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Muss mit einigen Millionen Euro weniger planen: Leverkusens Sportchef Rudi Völler ist nach dem Vergleich im Fall Teldafax aber eine Sorge los.

Leverkusen - Bayer Leverkusen beendet den Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter des früheren Trikotsponsors Teldafax. Nach einem Vergleich muss der Bundesligist tief in die Tasche greifen.

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat den mehrjährigen Rechtsstreit mit seinem früheren Hauptsponsor und Trikotwerbepartner Teldafax beendet, muss allerdings tief in die Tasche greifen und insgesamt wohl rund 13 Millionen Euro zahlen. Der Werksklub stimmte auf Vorschlag des Oberlandesgerichts Köln einem Vergleich zur Beendigung des laufenden Verfahrens zu, wonach Bayer den Gläubigern des insolventen Billigstromanbieters rund 10,9 Millionen Euro plus Zinsen anstelle der zuvor angemeldeten Ansprüche von rund 16 Millionen zurückzahlen.

Laut Sponsors beläuft sich die zu zahlende Gesamtsumme auf 13 Millionen Euro. „Wir haben uns zur Annahme des Vergleichs entschlossen, um das nunmehr bereits seit mehreren Jahren laufende Verfahren zu beenden. Eine Weiterführung des Rechtsstreits hätte wahrscheinlich noch mehrere Jahre in Anspruch genommen. In der Zwischenzeit wären Kosten und Zinsen weiter angestiegen. Anstatt nun weiter zu prozessieren, wollen wir uns auf unser Kerngeschäft, nämlich das Fußballspielen, konzentrieren“, sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade.

Bayer Leverkusen hatte in den vergangenen Jahren aus eigener Kraft bilanzielle Vorsorge getroffen, sodass die Zahlung keine Auswirkung auf das Ergebnis des Bundesligisten haben wird, wie Bayer am Dienstag mitteilte.

Vier Jahre lang Bayers Trikotsponsor

Teldafax war von August 2007 bis Juni 2011 Trikotsponsor des Bundesligisten. Im September 2011 hatte das Amtsgericht Bonn das Insolvenzverfahren über den Billigstromanbieter eröffnet. In einer ersten Entscheidung im Oktober 2014 hatte das Landgericht Köln Forderungen des Insolvenzverwalters bestätigt, wonach Bayer zu Unrecht kassierte Sponsorengelder in Höhe von etwa 16 Millionen Euro zurückzahlen muss. Zum damaligen Zeitpunkt sei die Teldafax-Insolvenz bereits absehbar gewesen, hieß es zur Begründung.

Gegen das Urteil hatte Leverkusen Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln eingelegt, das nun einen Vergleich vorschlug: Dieser sieht vor, dass der Fußball-Club anstelle der ursprünglich geforderten 16 knapp elf Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen muss.

dpa

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