„Unglückliche Umstände“

Beckenbauer und Blatter versöhnen sich

+
Wieder versöhnt: Franz Beckenbauer (links) und Sepp Blatter.

Ulrichen - Knapp zwei Monate nach Aussprache der provisorischen Sperre haben sich Deutschlands Fußball-Ikone Franz Beckenbauer und Weltverbandspräsident Joseph S. Blatter versöhnt.

„Es waren unglückliche Umstände, die zu meiner Sperre geführt haben. Aber wir haben jetzt unter Freunden gesprochen“, sagte Beckenbauer zu bild.de und Sky Sport News HD nach dem Treffen beim Sepp Blatter Turnier in Ulrichen/Schweiz.

„Ich glaube, ihm ist die ganze Angelegenheit so peinlich wie mir. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass wir auch Fehler gemacht haben oder dass ich Fehler gemacht habe, die ganze Situation zu unterschätzen“, gab der 68-Jährige zu: „Wenn ich den Fragebogen gleich ausgefüllt hätte, hätten wir uns den ganzen Käse ersparen können, aber das habe ich nicht gemacht, weil ich der Meinung war, ich bin nicht mehr zuständig, weil ich keine Position mehr bei der FIFA habe. Die Ermittlungskomission war anderer Meinung. Ich bin nach wie vor anderer Meinung. Aber es nützt nichts, die Ethikkomission hat ja die vorläufige Sperre wieder aufgehoben, also es gibt keinen Grund, nicht hier zu sein.“

Beckenbauer war von der FIFA Anfang Juni zunächst für 90 Tage provisorisch für sämtliche Aktivitäten im Fußball gesperrt worden, da er im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen bei der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar Fragen der FIFA-Ethikkommission zunächst nicht beantwortet hatte. Die Sperre wurde zwei Wochen später aufgehoben, nachdem Beckenbauer den Fragenkatalog beantwortet hatte. Auf die Reise zur WM nach Brasilien hatte der „Kaiser“ jedoch verzichtet.

Blatter fordert Kritiker heraus

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat seine Kritiker dazu aufgefordert, im kommenden Jahr bei der Wahl des Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA gegen ihn anzutreten. „Ich sage zu anderen Menschen, wenn sie es riskieren wollen, dann sollen sie es riskieren“, erklärte Blatter am Samstag am Rande des Sepp Blatter Turniers in Ulrichen in der Schweiz. „Erzählt nicht nur - geht raus und kämpft, dann werden wir ja sehen.“

Blatter nannte keinen Namen als potenziellen Rivalen bei der Wahl am 29. Mai 2015, hat damit aber wohl den Franzosen Michel Platini gemeint. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA hatte im vergangenen Juni öffentlich Blatter seine Unterstützung entzogen. Nachdem der 78-jährige Schweizer verkündet hatte, noch einmal kandidieren zu wollen, hatte Platini sich gegen den umstrittenen FIFA-Präsidenten positioniert und gesagt, er werde ihn nicht wählen.

Ob Platini als Herausforderer antritt, will er am 28. August bei der Champions-League-Auslosung in Monaco verkünden.

SID/dpa

auch interessant

Meistgelesen

Bundesliga-Auftaktspiel vielleicht bald in China
Bundesliga-Auftaktspiel vielleicht bald in China
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
So endete Borussia Dortmund gegen Real Madrid 
So endete Borussia Dortmund gegen Real Madrid 
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer

Kommentare