Begehrter Star

Pechvogel Reus bleibt Spekulationsobjekt

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Marco Reus steht trotz seiner Pechsträhne mit drei schweren Verletzungen auf der Wunschliste einiger Topclubs weit oben. Foto: Oliver Krato

London - Über keinen Bundesliga-Profi wird derzeit so viel spekuliert wie über Marco Reus - ungeachtet seiner jüngsten Verletzung. Demnach reißen sich gleich mehrere internationale Top-Klubs um den BVB-Profi. Und alle wähnen sich in der Pole Position.

Mal wechselt er zum FC Bayern, mal zu Real Madrid oder zum FC Chelsea. Fast täglich wird in den Medien über die Zukunft von Marco Reus spekuliert. Daran kann auch der Außenbandriss im Sprunggelenk des Dortmunder Nationalspielers nichts ändern, der ihn zu einer Pause zwingt.

Trotz seiner Pechsträhne mit drei schweren Verletzungen binnen eines halbes Jahres steht der Angreifer auf der Wunschliste einiger Top-Klubs weit oben. Reus selbst mag die Gerüchte nicht kommentieren, versprach aber für die Zeit nach seiner Genesung volles Engagement für die Borussia: "Ich will der Mannschaft so schnell wie möglich helfen, damit wir mit dem BVB in die Erfolgsspur zurückfinden", sagte er der "Bild".

Nur wenige Tage nach dem folgenschweren Foul des Paderborners Marvin Bakalorz gab sich der momentan wohl größte Pechvogel der Bundesliga kämpferisch. "Es war sicherlich nicht mein schönstes Karriere-Jahr! Aber mir bringt es nichts, wenn ich nur zurückschaue und mit dem Schicksal hadere. 2015 werde ich wieder voll angreifen." Noch ist jedoch offen, für welchen Klub Reus in der kommenden Saison stürmen wird. Die Deutsche Presse-Agentur listet die jüngsten Medienspekulationen auf.

FC BAYERN: Seitdem der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge die Ausstiegsklausel im Vertrag von Reus publik machte, nach der ein Wechsel zum Saisonende für angeblich 25 Millionen Euro möglich ist, gelten die Münchner zumindest in deutschen Medien als Favorit im Kampf um den gebürtigen Dortmunder. Kommt ein Transfer zustande, würde der BVB nach Mario Götze und Robert Lewandowski den dritten Leistungsträger an den Rekordmeister verlieren. "Das wäre dann wahrscheinlich der endgültige Todesstoß", befand der frühere Münchner Oliver Kahn auf einem Sponsorentermin. Eine Verpflichtung des 25 Jahre alten Reus könnte Sinn machen: Schließlich sind die Offensivkräfte Franck Ribéry (31) und Arjen Robben (30) nicht mehr die Jüngsten. Ribéry gab sich im "Kicker" jedoch kämpferisch: "Reus ist ein guter Spieler. Aber ich bin auch noch eine Weile da."

Die Gerüchte um Reus

REAL MADRID: Die dem Klub nahestehende Zeitung "Marca" glaubt zu wissen, dass ein Transfer von Reus oberste Priorität hat. Real habe den Dortmunder in den vergangenen Jahren intensiv beobachtet und schätze vor allem dessen Variabilität. Deshalb soll die Vereinsführung schon mit dem BVB Kontakt aufgenommen haben. Doch die Konkurrenz für Reus in Madrid wäre groß: Schließlich stürmen dort Cristiano Ronaldo und Gareth Bale auf den Außenpositionen.

FC CHELSEA: Laut "Daily Express" hat der FC Chelsea die Ligakonkurrenten Manchester United und Manchester City im Kampf um den BVB-Star ausgestochen - mit einem Tauschgeschäft. Demnach soll der englische Tabellenführer bereit sein, den deutschen Nationalstürmer André Schürrle im Falle eines Transfers an die Borussia abzutreten. Reus sei das "top target" (Hauptziel) von José Mourinho. Doch der Trainer wies diese Gerüchte zurück. "Reus ist ein super Spieler. Aber er gehört der Borussia. Und ich habe ein super Verhältnis zu den Dortmunder Verantwortlichen", sagte Mourinho in Düsseldorf. "Das ist nichts dran."

FC BARCELONA: "Mundo Deportivo" brachte Reus mit dem FC Barcelona in Verbindung. Angeblich habe der BVB-Profi eine Vorliebe für den Klub und dessen Fußball-Philosophie. Zudem stehe dort in Marc-André ter Stegen ein ehemaliger Kollege aus Gladbacher Zeiten unter Vertrag.

BORUSSIA DORTMUND: Noch hat der BVB die Hoffnung auf einen Verbleib von Reus nicht aufgegeben. Dem Vernehmen nach wäre der BVB bereit, für den Angreifer tiefer denn je in die Vereinskasse zu greifen. Das neue Vertragsangebot liegt Reus bereits vor. Wann dessen Frist abläuft, sich dazu zu äußern, wollte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nicht verraten: "Das wird sich nicht in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden."

dpa

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