Team musste Herberge verlassen

Bombendrohung im DFB-Hotel - Polizei gibt Entwarnung

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Musste geräumt werden: Im DFB-Hotel in Paris sorgt eine Bombendrohung für Unruhe.

Paris - Aufregung bei der deutschen Nationalmannschaft! Das Pariser Hotel musste wegen einer Bombendrohung geräumt werden. Doch die Polizei konnte am Mittag Entwarnung geben.

Nach der Bombendrohung gegen das Teamhotel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Paris hat es Entwarnung gegeben. Erste Mitglieder des DFB-Trosses durften die Luxusherberge im Stadtteil Boulogne am Freitagmittag rund zwei Stunden nach der vorübergehenden Räumung wieder betreten, wie vor Ort zu beobachten war.

Die Vorbereitung der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auf das Länderspiel am Abend gegen EM-Gastgeber Frankreich war durch einen Drohanruf vorübergehend gestört worden. Die Pariser Polizei durchsuchte Räumlichkeiten des Hotels unter anderem mit Spürhunden.

In Paris ging kurz nach 9 Uhr eine Drohung gegen das Nobel-Hotel Molitor in der Straße „Nungesser et Coli“ im 16. Arrondissement, in dem die deutschen Weltmeister nächtigen, ein.

Bierhoff: Keine Ausrede für das Spiel

"Das war ein großer Schreck, alles ist dann aber sehr professionell und toll verlaufen“, sagte Bierhoff nach der Rückkehr der Mannschaft, die am Stade Roland Garros in Sicherheit gebracht worden war, kurz vor 14 Uhr: „Jetzt herrscht erst einmal Erleichterung vor. Jeder ist glücklich, dass es keine Gefahrenzone mehr gibt.“

Die Ermittlungen der Behörden dauerten an, sagte Bierhoff weiter. Eine vorzeitige Abreise der Mannschaft sei jedoch nicht infrage gekommen. „So etwas kann in jedem Land der Welt passieren. Die Vorbereitung ist natürlich ein bisschen gestört, aber das soll keine Ausrede sein“, sagte er.

„Natürlich sind durch die Evakuierung und die Bombendrohung die üblichen Abläufe und die Konzentration des Teams auf das Spiel gestört worden“, sagte Löws Assistent Thomas Schneider bei dfb.de. Wichtig sei aber, „dass hier eine Entscheidung im Sinne der Sicherheit getroffen wurde“. Die Mannschaft mache trotz der widrigen Umstände, zu denen auch die Affäre um die WM 2006 gehört, „einen optimalen, einen sehr willigen Eindruck“.

DFB-Tross wurde nach Roland Garros gefahren

Der DFB-Bus vor dem Court Philippe Chatrier in Roland Garros.

Der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert hatte zuvor auf Anfrage gesagt: „Die französische Polizei hat uns darüber informiert, dass eine anonyme Bombendrohung eingegangen ist. Gemeinsam mit den Kollegen haben wir entschieden, das Hotel kurzfristig zu räumen, um in Ruhe die Zimmer und Funktionsräume überprüfen lassen zu können.“ Wie unser Kollege von der tz vor Ort berichtet, wurde die komplette DFB-Delegation um 11 Uhr mit zwei Bussen zu einem etwa 500 Meter vom Hotel entfernten Sportzentrum nahe des berühmten Tennis-Geländes Roland Garros gebracht, wo jährlich die French Open stattfinden.

Um 12.30 Uhr hieß es, dass im Hotel keine Bombe gefunden wurde. Etwa 20 Minuten später holte der DFB-Mannschaftsbus das Team von Roland Garros ab, wo einige Akteure Erinnerungsbilder vom Tennis-Court schossen. Gegen 13.10 Uhr gab die Polizei dann offiziell Entwarnung.

sid/dpa/tz

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