Rolle als Mitfavorit untermauert

BVB besiegt Porto und steht souverän im Achtelfinale

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Die Dortmunder sind eine Runde weiter.

Porto - Nach dem 2:0 in Duell eins reiste der BVB mit einer komfortablen Ausgangslage zum Europa-League-Rückspiel nach Porto. Und der Einzug ins Achtelfinale geriet nach der frühen Führung nie in Gefahr.

Leichter Spaziergang statt schwerer Prüfung: Borussia Dortmund hat seine Rolle als Mitfavorit auf den Titel in der Europa League untermauert und leicht und locker das Achtelfinale erreicht. Beim Champions-League-Absteiger FC Porto machte der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga mit einem 1:0 (1:0) das Weiterkommen perfekt. Ausgerechnet der fünfmalige Welttorhüter des Jahres Iker Casillas zerstörte mit seinem Eigentor (23. Minute) die anfangs vielleicht noch vagen Hoffnungen der Portugiesen auf ein kleines Fußball-Wunder.

„Das Ergebnis ist perfekt, wir haben wieder zu Null gespielt und auswärts gewonnen“, sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel, monierte aber auch im TV-Sender Sky ganz klar: „Ich bin nicht zufrieden mit unserer Leistung, da ist noch unheimlich viel Luft nach oben.“ Auch Torwart Roman Bürki war nur mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir sind weiter, das ist das Wichtigste“, sagte der Schweizer im TV-Sender Sport1. „Das Spiel heute war sicher nicht das, was wir von uns erwarten. Aber man muss trotzdem sehen, dass wir Porto auswärts 1:0 geschlagen haben.“

Fans von Borussia Dortmund.

Eine Woche nach dem 2:0-Hinspielsieg kontrollierte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel die Partie im Estádio do Dragão und konnte sich sogar den Luxus leisten, in der Pause Weltmeister Mats Hummels und Ilkay Gündogan in der Kabine zu lassen. Der BVB kann nun der Auslosung an diesem Freitag gelassen entgegensehen und sich auf das Achtelfinale am 10. und 17. März freuen - was nur eine Zwischenstation sein soll auf dem Weg ins Finale am 18. Mai in Basel. „Wenn wir so weiterspielen, ist alles möglich“, sagte Bürki.

Im Nieselregen von Portugal entwickelte sich in der Anfangsphase ein intensives und zweikampfbetontes Spiel. Den erwarteten Anfangsdruck der Gastgeber fing der BVB gut auf, die neuformierte Viererkette ließ zunächst nichts zu. Tuchel musste in der Abwehr umbauen, für Lukasz Piszczek rückte Weltmeister Matthias Ginter auf die rechte Seite der Viererkette. Innenverteidiger Sokratis wurde durch Sven Bender vertreten. In einer zerfahrenen Partie taten sich die Dortmunder aber nur in den ersten 20 Minuten im Spielaufbau schwer.

Dann fiel nach dem ersten guten Konter der Borussia die Führung durch ein Billardtor. Über die Stationen Gündogan und Henrich Mchitarjan landete der Ball bei Marco Reus, dessen Direktabnahme Casillas noch reaktionsschnell abwehrte. Den Abstauber von Pierre-Emerick Aubameyang aber lenkte der langjährige Real-Madrid-Schlussmann dann mit dem Knie über die Linie.

Die Führung gab der Borussia natürlich Sicherheit. Ohne spielerisch zu glänzen, kontrollierten die Gäste das Geschehen. Zweimal kamen die Portugiesen in den ersten 45 Minuten gefährlich vor das Tor von Roman Bürki. Evandro (40.) verfehlte aus halbrechter Position knapp, Varela scheiterte mit seinem Kopfball am glänzend reagierenden Bürki (42.).

Zur Pause durften Hummels und Gündogan in der Kabine bleiben, es kamen Neven Subotic und Nuri Sahin. Der zweimalige Champions-League-Sieger leistete den Dortmundern zwar auch nach dem Wechsel engagierte Gegenwehr. Vincent Aboubakar hatte die große Chance zum Ausgleich, versuchte es aus kurzer Distanz aber mit der Hacke und konnte Bürki damit nicht überlisten (55.).

Vier Tage nach dem 1:0 im denkwürdigen Bundesligahit bei Bayer Leverkusen zeigte die Borussia erneut eine kämpferisch überzeugende Vorstellung und kassierte erneut kein Gegentor. Sahin hatte Glück, dass er nach einer unabsichtlichen, aber harten Attacke gegen Danilo nur Gelb sah (59.). Aubameyang erzielte das vermeintliche 2:0 (63.), doch der englische Schiedsrichter Mark Clattenburg entschied richtigerweise auf Abseits. Bis auf die kurzen Drangphasen der Portugiesen vor und nach der Halbzeit ließ der BVB wenig zu, so dass das früh herausgespielte Weiterkommen nie ernsthaft in Gefahr geriet.

Der eingewechselte Yacine Brahimi sorgte mit einem Lattenschuss noch einmal kurz für Aufregung im Dortmunder Strafraum (87.), am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Denn auch BVB-Profi Mchitarjan traf mit Beginn der Nachspielzeit nur den Pfosten.

dpa

dpa

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