Brasilianischer Spieler nach Hundebiss im Krankenhaus

+
Zur Sicherheit tragen Polizeihunde in Deutschland in der Regel einen Maulkorb. Foto: Rolf Vennenbernd

São Paulo (dpa) - Ein brasilianischer Fußballprofi ist während eines Spiels so heftig von einem Hund gebissen worden, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Democrata-Spieler Joao Paulo erlitt den Biss bei der 0:1-Heimniederlage in der Regionalmeisterschaft des Bundesstaats Minas Gerais gegen Tupi am Sonntagabend. Paulo war außerhalb des Spielfelds zu Fall gekommen, als ein Polizist seinen angeleinten Hund nicht mehr zurückhalten konnte. Der Stürmer spielte nach der Biss-Attacke zunächst mit einem Verband am Arm weiter, wurde anschließend aber für eine Tollwut-Impfung ins Krankenhaus gebracht.

In der Bundesliga ereignete sich ein ähnlicher Fall am 6. September 1969 in der Partie Borussia Dortmund gegen Schalke 04 (1:1), als die Gelsenkirchener Spieler Friedel Rausch und Gerd Neuser von Hunden gebissen wurden. Ordner hatten ihre Tiere auf den Rasen gelassen, nachdem ein paar allzu euphorische Schalke-Fans nach dem Führungstor ihres Teams den Platz gestürmt hatten. Die Vierbeiner zeigten jedoch mehr Interesse an den Kickern als an den Unruhestiftern.

Rausch hielt nach einem Biss ins Gesäß bis zur 90. Minute durch, der in den linken Oberschenkel gebissene Neuser ließ sich später auswechseln. Beide Akteure erhielten später von der Borussia 500 Mark Schmerzensgeld und einen Blumenstrauß. Als Konsequenz aus dem Beißskandal führte der Deutsche Fußball-Bund Maulkörbe für die Hundestaffeln in den Stadien ein.

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer

Kommentare