Weltmeister von 1970 tot

Brasilien trauert um Weltmeister-Kapitän Carlos Alberto

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Carlos Alberto.

Rio de Janeiro - Eine ganze Nation trauert um ihren Weltmeister-Kapitän von 1970: Die brasilianische Fußball-Ikone Carlos Alberto ist tot. Der 72-Jährige starb am Dienstag in Rio de Janeiro.

Der Weltmeister-Kapitän von 1970 starb Medienberichten zufolge am Dienstag im Alter von 72 Jahren in Rio de Janeiro an einem Herzinfarkt.

Der frühere Weltklasse-Rechtsverteidiger, einst beim FC Santos an der Seite des großen Pelé aktiv, traf im WM-Finale 1970 gegen Italien in Mexiko-Stadt zum Endstand von 4:1 in der 87. Minute. Das Tor nach einer Traumkombination fast der gesamten brasilianischen Mannschaft ging in die Fußball-Geschichte ein. Die WM 1974 in Deutschland verpasste Carlos Alberto nach einer Knieverletzung.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn bei Cosmos New York 1982 wurde Carlos Alberto Torres Trainer. Seine letzte von einem guten Dutzend Stationen war das Amt des Nationaltrainers von Aserbaidschan (bis 2005). Anschließend arbeitete er als TV-Experte, bis zuletzt für den Sender SporTV.

„Auf Wiedersehen, ewiger Kapitän“

Marco Polo Del Nero, Präsident des brasilianischen Fußballverbandes (CBF), ordnete eine dreitägige Trauerzeit an. Bei allen Spielen des Verbandes werde eine Schweigeminute eingelegt. „Auf Wiedersehen, ewiger Kapitän“, schrieb der Verband auf seiner Internetseite.

Seine Ehefrau Heidi und er seien „tief geschockt“, schrieb Franz Beckenbauer über seinen früheren Teamkollegen auf Twitter. „Carlos Alberto war wie ein Bruder für mich, einer meiner besten Freunde!“ Der 71 Jahre alte Beckenbauer hatte Ende der 70er Jahre bei New York Cosmos gemeinsam mit Carlos Alberto gespielt.

Pelé trauert um Carlos Alberto

Die brasilianische Fußballlegende Pelé beklagte den Tod seines langjährigen Mannschaftskameraden. „Der Tod meines Freundes und Bruders Carlos Alberto stimmt mich traurig“, schrieb Pelé. „Ich denke an die Zeiten zurück, die wir zusammen bei Santos, in der brasilianischen Nationalmannschaft und bei New York Cosmos verbracht haben. Wir waren gemeinsam Champions.“

Der Fußball-Weltverband FIFA nannte ihn den „Mann, der zum Kapitän geboren wurde“. Er sei Anführer und Star zugleich gewesen. „Ich hatte zwar die Armbinde an und habe das Team auf das Feld geführt, aber ich habe die Mannschaft gemeinsam mit Gerson, Piazza, Pelé und Brito dirigiert“, sagte er einmal.

„Carlos Alberto Torres hinterlässt ein reiches Erbe an Erfolgen und Beiträgen zur Entwicklung unseres Fußballs“, schrieb der CBF in seiner Traueranzeige. „Danke, Kapitän. Deine Geschichte wird immer unter uns sein.“

SID/dpa

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