Eintracht in Not

Heintz führt FC in Glücksschuhen zum Geburtstagssieg

1. FC Köln - Eintracht Frankurt, Bundesliga, Dominique Heintz
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Der 1. FC Köln gewinnt gegen Frankfurt. Dominique Heintz (M.) brachte die Kölner auf die Siegerstraße.

Köln - Der 1. FC Köln darf sich leise Hoffnungen auf den Europapokal machen. Die Domstädter gewannen am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt. Die Hessen hingegen sind in Not.

Dominique Heintz hat den 1. FC Köln am Tag seiner Vertragsverlängerung in „Papa-und-Mama-Schuhen“ zum Geburtstagssieg und Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh zu dessen Jubiläum in den Abstiegskampf geführt. Der 22-Jährige, der vor dem Spiel seinen Kontrakt vorzeitig bis 2021 verlängert hatte, erzielte beim 3:1 (1:1) der Rheinländer am 68. Klub-Geburtstag gegen die Hessen das wegweisende 2:1 (57.) per Kopf.

Sein zweites Saisontor - das erste war ihm beim 2:6 im Hinspiel gelungen - erzielte der U21-Nationalspieler mit dem Kopf, dabei trug er seinen Glücksbringer, das Hochzeitsdatum seiner Eltern, eingestickt auf den Schuhen. So erwies sich die Eintracht im 100. Pflichtspiel beider Klubs als guter Geburtstagsgast und steckt mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz mitten im Abstiegs-Schlamassel.

Dabei hatte das Kölner Schreckgespenst Alex Meier die Hessen mit seinem obligatorischen Tor gegen den FC in Führung gebracht (24.). Es war sein achtes in den letzten vier Spielen gegen Köln. Das überragende FC-Eigengewächs Yannick Gerhardt glich aus (29.) und legte auch das 3:1 durch Anthony Modeste (73.) vor 49.200 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion mustergültig vor.

Köln steht in der Tabelle solide da - anders geht es der Eintracht

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit war Köln besser. Wir hatten viele einfache Ballverluste. Aber: der Schiri war heute nicht gut“, sagte Meier bei Sky.

Die Kölner haben nach dem ersten Sieg im Kalenderjahr 2016 acht Zähler mehr als die Eintracht, einen guten Puffer nach unten und dürfen sich sogar leise Hoffnungen auf die erste Europacup-Qualifikation seit 24 Jahren machen.

Beim FC blieb Kapitän Matthias Lehmann nach abgelaufener Gelbsperre zunächst überraschend auf der Bank - aber nur für zwölf Minuten, dann kam er für den angeschlagenen Simon Zoller doch ins Spiel. Yuya Osako hatte kurzfristig mit einer Magen-Darm-Grippe passen müssen, wodurch ein Platz im Kader frei blieb.

Teams trotzen den Bedingungen

Nach einer recht verhaltenen Anfangsphase, war ein Kopfball von Szabolcs Huszti, den FC-Keeper Timo Horn glänzend parierte (22.), das Signal für ein Spiel mit offenem Visier. Meier, der im Hinspiel dreimal getroffen hatte, leitete einen Schuss von Huszti vor Mergim Mavraj unhaltbar für Horn ins Netz.

FC-Coach Peter Stöger reagierte mit einer Systemumstellung von 3-4-2-1 auf 4-2-3-1 und wurde schon fünf Minuten später belohnt: Anthony Modeste eroberte nach einem Fehler von Marco Fabian den Ball und bediente Torschütze.

Bei extrem ungemütlichen Bedingungen - 2 Grad Außentemperatur, Regen und starker Wind - spielten beide Teams fortan nach vorne, auf dem matschigen Rasen prägten aber auch zahlreiche Abspielfehler das Geschehen. Nach dem Wechsel wurde Köln immer stärker und hätte nach Heintz' Treffer früher alles klar machen können. Doch Lehmann scheiterte an der Latte (63.), Gerhardt freistehend an Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (67.).

sid

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